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RAUCHHAUS LESEECKE JUNI 2010
Im Zusammenhang mit dem Saatgutskandal wurden strafrechtliche Vorermittlungen gegen den neuen Bundespräsidenten eingeleitet. Wegen Verstoßes gegen das Gentechnikgesetz hat die Staatsanwaltschaft Hannover Christian Wulff sowie die niedersächsische Agrarministerin Astrid Grotelüschen und den niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander im Visier. Das internationale Netzwerk „Aktion GEN-Klage“ sieht die Niedersächsische Landesregierung in der Verantwortung für die illegale Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen und erstattete letzte Woche Strafanzeige. Nach der Aussaat des mit dem verbotenen Monsanto Konstrukt verunreinigten Maissaatgutes auf bundesweit mindestens 2000 Hektar, werden die Schäden mittlerweile auf über 1,3 Millionen Euro beziffert. Gleichzeitg verurteilte das Würzburger Landgericht die Feldbefreierin Cécile Lecomte zu 40 Tagessätze à 15 Euro. Nun bleibt abzuwarten, ob das illegale Ausreißen einzelner Pflanzen härter geahndet wird, als die vorsätzliche und illegale Aussaat gentechnisch-kontaminierten Saatguts auf 2000 Hektar.
Gentechnologisch erzeugte Nahrungsmittel, die Bakterien- und Virengene enthalten, kommen jetzt in die Geschäfte, mit Insekten-, Fisch- und Tiergenen manipulierte Lebensmittel werden schon bald folgen. Diese genetischen Veränderungen unterscheiden sich vollständig von denen, die man durch traditionelle Zuchtmethoden erhält. Trotzdem wird der Verkauf dieser Nahrung erlaubt, ohne die damit verbundenen Risiken einschätzen zu können und ohne die Öffentlichkeit entsprechend zu informieren. Und dies, obwohl viele Wissenschaftler darauf hinweisen, daß genmanipulierte Lebensmittel ernste Schäden für Gesundheit und Umwelt bewirken können. WAS IST GENTECHNIK? WARUM GENTECHNIK? BRAUCHEN WIR GENTECHNIK? GEFAHREN DER GENTECHNIK? WO STEHEN WIR HEUTE? TROTZ GUTEN WILLENS: VIELE TECHNOLOGIEN HABEN KATASTROPHALE NEBENWIRKUNGEN WIR MÜSSEN HANDELN, BEVOR ES ZU SPÄT IST! Was getan werden muß UM DIE UMWELT ZU SCHÜTZEN: Was Sie tun können GEFÄHRDUNG DURCH GENTECHNISCH VERÄNDERTE NAHRUNGSMITTEL Wissenschaftliche Tatsachen belegen die Notwendigkeit eines sofortigen weltweiten Verbots WEIL: IM FOLGENDEN EINIGE DER FAKTEN: Globale Bedrohung der Nahrungsversorgung der Menschheit Initative zum Verbot genmanipulierter Nahrung Für weitere Informationen und zur Unterstützung dieser Initative setzten Sie sich bitte mit jfagan@mum.edu in Verbindung. Weitere Informationen und Lösungswege finden Sie in 24juni2010 - http://www.netlink.de/gen/fagand.html
Für Babys mit einer Kuhmilchunverträglichkeit ist Säuglingsnahrung auf Sojabasis eine nützliche Alternative. Aber Achtung: GLOBAL 2000 hat aufgedeckt, dass manche dieser Produkte gentechnisch verändertes Soja beinhalten. 60% der untersuchten Produkte gentechnisch verändert Wieso du Gentechnik besser meiden solltest Wir fordern daher bessere und häufigere Kontrollen von Lebensmitteln und eine Veröffentlichung der staatlichen Testergebnisse. „Belastete Produkte müssen endlich beim Namen genannt werden. Es ist ein schlechter Witz, dass der Steuerzahler für die Tests bezahlt, ihm dann aber die Ergebnisse, das heißt die Information über die betroffenen Produkte, vorenthalten werden“, fordert Jens Karg. Europa: Gentech-frei? Unsere Empfehlung: Bioware 19juni2010 - global2000
Die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko ist nicht mehr zu kontrollieren. Es droht das Horrorszenario von globaler Umweltverschmutzung bis hin zur Tsunami-Katastrophe durch explodierendes Methan. Es zeigt sich wieder einmal: Darf der Mensch alles tun, was moderne Technik erlaubt? Oder schaufeln wir uns unser eigenes Grab - weil wir "Geister, die wir riefen", nicht wieder los werden? Kommen wir zur aktuellen Lage am Golf, der das 9/11 Szenario aus meiner Sicht als laues Lüftchen wirken lässt und ich hoffe von ganzem Herzen, dass ich mich täusche. Vor vielen Millionen Jahren soll nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen ein Meteorit in den Golf von Mexiko eingeschlagen sein, der ein riesiges Loch in den Meeresboden riss. Durch diese Katastrophe wurde vermutlich ein vergleichbarer Effekt erreicht, wie wir ihn zurzeit noch in „kleinerer“ Form erleben müssen, diesmal allerdings von Menschen gemacht, die durch das Geldsystem und der daraus resultierenden Gier auf der Jagd nach den fehlenden Zinsen bereit sind, die Erde komplett zu zerstören. Ja genau darum geht es: Die akute Zerstörung der gesamten Welt! Durch den damaligen Meteoriten-Einschlag sollen über 80% des irdischen Lebens ausgelöscht worden sein. Diese Zeilen machen Angst und es geht mir nicht um Panikverbreitung. Durch die wenigen Informationen der zensierten Presselandschaft kann man eh nur mutmaßen was läuft, aber es gibt einige sehr ernst zu nehmende Wissenschaftler, die deutliche Szenarien ausmalen. Das irdische ökologische Gleichgewicht ist sehr sensibel, besonders im Golf von Mexiko. Dort werden aufgrund der warmen Temperaturen viele Laichplätze von Unmengen an Meerestieren angelegt, die dann in allen Ozeanen der Welt zu finden sind. Wie sich die derzeitige Verseuchung des Wassers durch das Öl und vor allem der Chemikalien auswirkt, kann man wohl nicht sagen, denn diese Chemie dient vor allem zur Bindung des Öls, damit die Klumpen sich auf dem Meeresboden absenken. Nach Aussagen einiger zugänglicher Wissenschaftler befinden sich auf dem Grund des dortigen Meeres spezielle Methanverbindungen in großen Mengen. Dieses Gas ist durch eine Art „Eis-Hülle“ sehr stark komprimiert. Der Meeresboden selbst ist relativ dünn und darunter befinden sich unglaubliche Öl-Mengen in einem offenbar sehr heißen Gebiet. Durch den unkontrollierten Austritt dieser warmen Mengen schmelzen die Methan-Hüllen auf, wodurch das Gas zu riesigen Ausmaßen expandiert. In Funksprüchen gaben Augenzeugen an , dass eine gigantische Blase aus dem Meer emporstieg, bevor die Ölplattform in die Tiefe „gerissen“ wurde. Diese Aussagen erinnern an die Bermuda-Dreieck Erzählungen, in dessen Gebiet sich ja die Bohrinsel befand, zumindest grob. Sollte dort unten in über 1.600 Metern Tiefe ein Prozess in Gang gekommen sein, der das Loch immer größer werden lässt und dann zusätzlich Wasser hineinströmt, wenn der Druck des ausströmenden Öles nachlässt, mag man sich die Szenarien nicht mehr vorstellen. Tsunamis könnten die Folge sein und (im ersten Schritt) große Teile der USA unbewohnbar machen. Klimaverschiebungen und eine weltweite Verseuchung sind in diesem Fall zu erwarten… Andrere Quellen sprechen bereits von einem gigantischen Riss durch die kontinentalen Platten quer durch den nordamerikanischen Kontinent. Weitere Löcher sollen sich gebildet haben. Eine Schließung des „Hauptloches“ wäre deshalb gar nicht möglich, da dann der Druck auf andere Regionen erhöht wird und sich ein kontinentales „Aufreißen“ einstellen könnte. Ich höre hier auf mit den Horrorszenarien, aber ich kann nur auf bestimmte Quellen zurückgreifen, wobei mich der Presse-Stopp in unserer Heimat schon sehr nachdenklich stimmt. Selbst in dieser dramatischen Phase der Erde bringt man offiziell keine sachlichen Darstellungen der Zusammenhänge. Es könnte natürlich auch sein, dass man die Welt aus irgendwelchen Gründen in Angst versetzen will, um eine angestrebte „Ein-Welt -Regierung“ zu beschleunigen, nachdem immer mehr Menschen verstanden haben, dass es sich bei den sogenannten „Querdenkern“ nicht nur um Spinner handelt, sondern auch um kritische intelligente Menschen, jenseits der mit Zombies durchzogenen Masse. Im Falle einer zu kontrollierenden Katastrophe könnten sich Herr Obama und andere Schergen der Plutokraten als Helden feiern lassen, da man die Welt „gerettet“ hätte. Bei 9/11 hat man nur ein paar Tausend Menschen draufgehen lassen, jetzt könnten es ein paar Milliarden sein. Vor wenigen Jahren legte eine kleine oligarchische Gruppe von Plutokraten einen riesigen Tresor u.a. in Norwegen an, um von allen Pflanzen unverfälschte Samen einzulagern, eine Art Arche Noah also. Will man damit neu anfangen, wenn die jetzige Menschheit weitgehend eliminiert wurde? Könnte es Zusammenhänge zwischen der Aschewolke auf Island und dem Loch im Golf geben? Das Flugverbot über den Atlantik stank doch zum Himmel, während der Vulkan ganz „normal“ vor sich hin rauchte. Fragen über Fragen. Das Problem für uns ist, dass man im Moment mit dramatischen Insidermeldungen konfrontiert wird, die aber leider nicht überprüfbar sind. Ich wirke für einige Leser vielleicht wie ein verzweifelter „Psychopath“, aber das ist es nicht. Im Übrigen bin ich schon lange mental auf große Veränderungen vorbereitet. Es tut einfach nur sehr weh, wenn ich die ölverschmierten Tiere sehe und ich habe einige Male geweint! Von den systemgetreuen Organisationen wie Greenpeace oder der Pseudo-Umweltpartei „Die Grünen“, aber auch allen anderen Parteien sowie natürlich den Kirchen hört man mal wieder nichts. Das ist eine Schande! Was nun auf uns zukommt, kann ich nicht sagen. Das dummschwatzende Gerede von den Partei-Koalitionsverhandlungen sind nur noch eine Beleidigung mittlerer Intelligenz und auch die neuen inszenierten Ablenkungskriege in Kirgistan oder der Versenkung des südkoreanischen U-Bootes, nicht zu vergessen die neuen Sanktionen gegen den Iran, sind zu transparent angelegt, wenn man ein bisschen mitdenken kann. Was „tröstet“ ist die Tatsache, dass die führenden Söldner dieses Systems nicht verschont bleiben, im Gegenteil. Ein hilflos überforderter Präsident Obama stammelte nun in einer „großen Rede“ von Schadensersatzforderungen, was für ein Hohn. Diese drohende Apokalypse könnte aber auch der große Durchbruch sein, um in eine bessere idealistisch angelegte Welt umzuschwenken. Die finsteren Jahrhunderte könnten gerade zu Ende gehen. 19juni2010 - mmnews
Auf der heutigen STRABAG-Aktionärsversammlung in Wien warnen GLOBAL 2000-AktivistInnen mit dem „verstrahlten“ Firmenlogo der STRABAG vor den wirtschaftlichen Risiken des Mochovce-Bauauftrags. „Der Image-Schaden für die STRABAG und die Kernaktionäre Raiffeisen und UNIQA ist höher als der geringe Gewinn, der sich durch den Bauauftrag erzielen lässt – ganz zu schweigen von den Kosten, die im Falle der Haftung für einen Atomunfall auf den Baukonzern zukommen“, erklärt Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. Beim AKW Mochovce handelt es sich um sowjetisches Design aus den 70er Jahren – viele der Komponenten bzw. Hersteller existieren längst nicht mehr. Der Ausbau des Atomkraftwerkes sieht kein Volldruck-Containment vor, ein Kühlmittelverluststörfall oder ein Terrorangriff bedeuten massive Freisetzung von Radioaktivität. „Mochovce hat extreme Sicherheitsmängel die es auch wirtschaftlich zu einem Risikogeschäft machen. Im Falle dieses Kraftwerks liegt das Risiko in der Verstrahlung der Umgebung für 240 000 Jahre. Die Haftung für solch einen Schaden bedeutet den garantierten Ruin eines Unternehmens“, so Uhrig. Die UmweltschützerInnen sehen jetzt den richtigen Zeitpunkt, um aus dem Atomprojekt in der Slowakei auszusteigen. Nach den slowakischen Parlamentswahlen am vergangenen Samstag wird die neue Regierung die Atompolitik der letzten Jahre ebenso überdenken, wie dies bereits in Bulgarien der Fall war. In Bulgarien kam es nach der Abwahl der Regierung und dem Ausstieg des Energieriesen RWE aufgrund von Sicherheitsbedenken zunächst zum Projektstopp und jüngst zum endgültigen Aus für das Atomkraftwerk Belene. „Das ist der Beweis dafür, dass marktwirtschaftlich denkende Unternehmen und die Politik zusammen Atomkraftwerke aufhalten können. Zum Schutz der Bevölkerung und der Aktionäre. Die STRABAG und ihre Kernaktionäre können jetzt in die Geschichtsbücher eingehen als die Unternehmen, die den Schrottreaktor Mochovce verhindert haben“, fordert Uhrig. Als Kleinst -Aktionäre beteiligen sich die AktivistInnen von GLOBAL 2000 an der Aktionärsversammlung. Sie stellen Fragen zu den Sicherheitsvorkehrungen, zu den Gesundheitsrisiken für die KonzernmitarbeiterInnen, die auf der Baustelle der Strahlung durch die benachbarten Atomkraftwerksblöcke 1/2 ausgesetzt sind und zu den Rückstellungen, die für die als Berufskrankheit anerkannten Strahlungsfolgekosten bei Arbeitern gebildet werden. 18juni2010 - global2000-at
Vor 100 Jahren gründete Eduard Pöhner einen Baubetrieb, der heute unter dem Namen Eberhard Pöhner Unternehmen für Hoch- und Tiefbau GmbH firmiert. 18juni2010 - poehner-bau.de/geschichte
Baukonzern STRABAG muss Auftrag für slowakischen Schrottreaktor Mochovce stornieren – Atomkraftwerke bauen gehört sich nicht! Mit einer spektakulären Aktion fordert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die STRABAG auf, aus dem Bau des Atomkraftwerks Mochovce auszusteigen. Mit einem über 130 Quadratmeter großen Banner seilen sich UmweltschützerInnen von GLOBAL 2000 auf einer STRABAG-Baustelle von einem Kran ab. In riesigen Buchstaben hängt das Logo des Baukonzerns unterhalb des Kranauslegers. Das erste A im Firmennamen wurde durch das Radioaktivitätszeichen ersetzt. „Die STRABAG-Baubeteiligung torpediert die österreichische Anti-Atom-Haltung. 88 Prozent der ÖsterreicherInnen sind gegen Atomkraft, Atomkraftwerke bauen gehört sich nicht! Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um diese nukleare Gefährdung Mitteleuropas zu verhindern“, sagt Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. „Jetzt ist es höchste Zeit, dieses Hochrisikoprojekt in letzter Minute zu stoppen. Wir appellieren nicht nur an Dr. Haselsteiner, den Vorstandsvorsitzenden der STRABAG, sondern auch an die STRABAG-Kernaktionäre Raiffeisen und UNIQA“, so Uhrig weiter. Dass die UNIQA hier massiven Einfluß hat, entnehmen die UmweltschützerInnen dem Konzernbericht von 2009, wo es heißt, „blieb UNIQA ein wesentlicher Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der STRABAG SE erhalten“. Mochovce: sowjetischer Sicherheitsstandard aus den 70ern Mochovce 3/4 ist nach seiner Teilfertigstellung zu Beginn der 1990er-Jahre „eingemottet“ worden, die bereits vorhandenen 16000 Anlagenteile (darunter Reaktordruckbehälter, Dampferzeuger und Teile der Turbinen) befinden sich seit fast 20 Jahren im teilweisen Konservierungszustand, die Gebäude sind zu 70 Prozent fertiggestellt. Dieses AKW, auf dem technischen Stand der sowjetischen Technik der 1970er-Jahre, soll nun ohne wesentliche Verbesserung der Sicherheitslage ans Netz gehen. Trotz mehrmonatiger Bemühungen und Aufklärungsarbeit über die Gefahrpotenziale des Bauauftrags erhielten die UmweltschützerInnen nur ausweichende Antworten der beteiligten Manager und Politiker. „Wir appelieren nachdrücklich an Mag. Hameseder der Raiffeisen Holding und Dr. Klien der UNIQA, auf der STRABAG-Aktionärsversammlung am 18. Juni den Bauauftrag zu stoppen und damit auch einen katastrophalen Imageschaden für die österreichische Wirtschaft abzuwenden“, fordert Uhrig. global2000.at - 18juni2010
In Münchens bekanntestem Feinkostgeschäft werden illegale genmanipulierte Lebensmittel verkauft. Eine vom Umweltinstitut München in Auftrag gegebene Untersuchung hat ergeben, dass der bei Feinkost Käfer vertriebene „Pancake Mix“ eine Mischung aus sieben unterschiedlichen Gen-Maissorten enthält. Auf der Verpackung des „Pancake Mix“ des US-amerikanischen Herstellers Stonewall Kitchen fehlt jeder Hinweis auf die gentechnisch veränderten Zutaten. Der Verkauf von nicht gekennzeichnetem Gen-Food ist in Europa jedoch strafbar. Feinkost Käfer hätte den Artikel nicht in sein Sortiment nehmen dürfen. Unter den sieben nachgewiesenen Gen-Mais-Sorten fand das vom Umweltinstitut München beauftragte Labor auch zwei der Firma Monsanto, vor denen französische Wissenschaftler auf Grund möglicher Gesundheitsschäden gewarnt haben. Die analysierte Probe hatte zudem einen Gen-Mais-Anteil von 99 Prozent. „Das ist schon außergewöhnlich dreist“, findet Anja Sobczak, Gentechnikreferentin beim Umweltinstitut München. „Der Hersteller hat sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, den Gen-Mais konventionellem Mais unterzumischen.“ Das Münchner Traditionsunternehmen Feinkost Käfer, das sich nach eigenen Angaben „Qualität aus Leidenschaft“ verschrieben hat, bietet zahlreiche Importprodukte an. Die betriebseigenen Standards werden im „Käfer Qualitäts-Manifest“ zusammengefasst. Darin ist die Vermeidung von gentechnisch manipulierten Organismen als eine der Anforderungen an die Käfer-Produkte genannt. Für den „Pancake Mix“ scheinen offensichtlich andere Richtlinien zu gelten. Den ahnungslosen Käfer-Kunden werden ungekennzeichnete Gen -Produkte teuer verkauft. „Wir fordern das Unternehmen auf, in Zukunft vor allem bei US-Produkten ganz genau hinzuschauen“, so Anja Sobczak, „denn über 90 Prozent der in den USA angebauten Soja und 85 Prozent der Maispflanzen sind gentechnisch manipuliert.“ Bei der Herstellung von Lebensmitteln werden in den USA generell genmanipulierte Zutaten wie Gen-Zucker, Gen-Sojaöl oder Gen -Maisstärke verwendet. Eine Kennzeichnungspflicht für Produkte aus Gen-Pflanzen existiert dort nicht. Importeure machen sich allerdings strafbar, wenn sie nicht gekennzeichnetes Gen-Food in Europa verkaufen. Der Gesetzgeber sieht bei solchen Verstößen Gefängnis- oder Geldstrafen vor. Inzwischen bieten Feinkostgeschäfte und Supermärkte ein großes Sortiment an US-Importwaren wie Marshmallows , Suppen, Frühstücksflocken und Barbecue-Soßen an. Das Umweltinstitut München lässt daher in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Proben analysieren. „Wir werden nicht akzeptieren, dass Gen-Produkte durch die Hintertür eingeführt und die Kennzeichnungsregelungen ausgehebelt werden“, sagt Anja Sobczak. Lebensmittel sind nach einer seit 2004 gültigen EU-Verordnung kennzeichnungspflichtig, wenn sie pro Inhaltsstoff „zufällige oder technisch unvermeidbare“ GVO-Spuren von mehr als 0,9 Prozent enthalten. Werden GVO bewusst eingesetzt, muss grundsätzlich gekennzeichnet werden. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das: 18juni2010 - umweltinstitut
Seit Jahren versichern Gentechnikkonzerne wie Monsanto, Syngenta und Bayer, ein Nebeneinander von gentechnikfreier Landwirtschaft und dem Anbau transgener Pflanzen sei problemlos möglich. Dagegen zeigen Dutzende von Fällen, dass Kontamination durch transgene Konstrukte mittlerweile weltweit Realität ist. Diese Verunreinigung entsteht nicht nur durch Pollenflug, sondern auch durch Insektenbestäubung, Deklarationsfehler, verunreinigte Maschinen, Vertauschen von Saatgut, beim Transport und nicht zuletzt durch „Nahrungsmittelhilfe“ der USA in die Dritte Welt. Zudem breiten sich die transgenen Konstrukte und damit deren Eigenschaften auch in verwandten Wildpflanzen aus: Verändertes Erbmaterial aus herbizidresistentem Gen-Raps wurde z.B. in Ackersenf, einem Unkraut, gefunden. Durch solche Auskreuzungen entstehen so genannte „Superunkräuter“. In den USA wurden auch Eigenschaften aus genmanipuliertem Reis in rotem Reis, einem Ackerunkraut, nachgewiesen. Doch nicht nur zugelassene Genpflanzen und großflächiger Anbau verunreinigen die Natur und gentechnikfreie Äcker und Produkte. Nicht einmal im Labor oder in Freisetzungsversuchen gelingt es der Gentechnikindustrie, die Kontrolle über ihre Pflanzen zu behalten, wie einige der beschriebenen Fälle zeigen. Aus den bisherigen Erfahrungen mit dem Anbau genveränderter Pflanzen lassen sich klare Schlüsse ziehen: • Gentechnisch veränderte Pflanzen vermischen sich bereits seit Jahren mit nicht transgenen Pflanzen und Kulturen. • Die Idee einer so genannten „Koexistenz“ zwischen manipulierten und nicht manipulierten Pflanzen ist nicht praktikabel. • Selbst in Ländern, in denen keine Gen-Pflanzen angebaut werden, häufen sich die Kontaminationen. • Die Agro-Gentechnik ist längst außer Kontrolle geraten. • Dieser Prozess ist von den Gentechnik-Konzernen beabsichtigt: „Die Industrie hofft darauf, dass der Markt im Laufe der Zeit so überschwemmt wird, dass man nichts mehr dagegen tun kann. Man kapituliert einfach.“ (Don Westfall, Berater zahlreicher Gentechnik-Konzerne). Beispiele von Kontaminationen durch gentechnisch veränderte Pflanzen: Thailand: Gen-Papaya breiten sich aus Auch in Hawaii gibt es weitreichende Kontaminationen biologischer und konventioneller Papaya-Bäume durch (zugelassene) Gen-Papaya. Australien: Kontamination durch US-Raps Deutschland: Landwirten Gen-Mais untergeschoben Die Bauern waren erst nach der Aussaat von der Verunreinigung informiert worden. In Bayern waren 150 Hektar Maisäcker betroffen. Alle Felder mussten vernichtet werden. Nach derzeitiger EU-Rechtslage darf konventionelles Saatgut keinerlei GVOSpuren enthalten. Mexiko: Heimat des Maises kontaminiert Die Gentechnikindustrie sorgte dafür, dass der Autor Ignazio Chapela seinen Lehrstuhl verlor. USA: Bt11/ Bt10 Rund 190.000 Tonnen nicht zugelassener Gen-Mais gelangten dadurch in die Nahrungskette. Auch nach Europa, Japan, Südkorea und andere Länder wurde der Gen-Mais exportiert. Bt10 enthält ein Resistenzgen gegen das Antibiotikum Ampicillin. China: Nicht zugelassener Gen-Reis auf dem Markt Es existiert bis heute keine Untersuchung zur Lebensmittelsicherheit von Bt-Reis. Wahrscheinlich haben beteiligte Wissenschaftler das nicht zugelassene Produkt unter der Hand in den Handel gebracht. Ein Teil der Ernte könnte auch nach Europa gelangt sein. USA: Manipulierte Tomaten manipulieren? Kanada: Gen-Raps überall USA: Illegaler Gen-Mais in Chips 17 juni 2010 - umweltinstitut
Nur langsam lichtet sich der Staub, den der Saatgutskandal vor ein paar Wochen aufgewirbelt hat. Während der verunreinigte Mais der
Firma PIONEER HI-BRED auf bundesweit etwa 2000 Hektar weiter wächst und nur noch wenige Wochen vor der Blüte steht, kommen
die bürokratischen Mühlen langsam in Gang. Nachdem bereits die zuständigen Ministerien in Mecklenburg Vorpommern und
Brandenburg zum Umbruch der Flächen mit gentechnisch verunreinigtem Mais aufriefen, sind nun auch Baden-Württemberg und Hessen
nachgezogen. Nur in Niedersachsen und Bayern warten Bauern und Verbraucher bisher vergebens auf eine Stellungnahme. Heute erklärte Rudolf Köberle Agrar- und Verbraucherschutzminister in Badem Würtemberg, „Bis zur Blüte ist der Umbruch vollzogen“. Rund 90 baden-württembergische Landwirte wird es betreffen, wenn „der verunreinigte Mais – auch im Interesse der Landwirte - umgehend von den Feldern entfernt wird.“ Wenn es auch in so weit kommt, so trifft es nur zwar zwei Landwirte. Dennoch hat Hessens Agrarministerin Silke Lautenschläger „kein Verständnis dafür, dass jedes Jahr wieder Schlamperei in diesem Bereich ans Licht kommt.“ Sie fordert eine unbürokratische und vollständige Entschädigung der Bauern. Ja, besonders, das wäre im Interesse der Bauern. Auch in Potsdam sieht man „zum Umbruch keine Alternative", so Brandenburgs Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Anita Tack. Dort wurden bisher 3 Betriebe ermittelt, welche unwissentlich das nicht für den Anbau zugelassen Gentechnisch verändertes Maissaatgut mit dem Konstrukt "NK 603" aussäten. Für diesen Missstand sieht Tack den Konzern Pioneer in der Verantwortung. "Für die entstandenen Schäden ist letztlich der Verursacher, d.h. der Hersteller des Saatguts verantwortlich. Er muss für diese finanziell aufkommen", so Tack. Auch in Mecklenburg Vorpommern, wo bisher nur ein einziger betroffener Landwirt ermittelt wurde, fällt die Schuldfrage nicht zu seinen Lasten. "Der Landwirt ist schuldlos in diese Situation geraten,“ so Dr. Till Backhaus - Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Doch obwohl auf 30 Hektar kontaminiertes Saatgut ausgesät wurde, sieht Backhaus von diesen Flächen keine Gefahr ausgehen, „auch nicht für benachbarte Landwirte.“ Wie Backhaus allerdings den Pollenflug verhindern will ist, nicht zu erfahren. Unklar bleibt auch weiterhin, was mit den betroffenen Felder in Niedersachsen und Bayern passieren soll. Derweil fordert der Bayrische Bauernverband eine einheitliche Lösung für die Bauern und befürchten „katastrophale rechtliche Folgen für
die betroffenen Landwirte im Hinblick auf Schadenersatzansprüche“. Auch Georg Janzen Bundesgeschäftsführer der
Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sieht schwarz für die Bauern, „Niemand will die Verantwortung für den
Gentechnikmais-Skandal übernehmen und am Schluss sollen wir Bauern den Schwarzen Peter behalten und auf dem Schaden sitzen
bleiben?“ Die AbL wittert eine Systematische Verunreinigungsstrategie des Saatguts durch Gentechnikkonzerne und stellt Strafanzeige.
Christian Meyer, Fraktionsvorsitzender der Grünen im niedersächsischen Land, spricht gar von einem "Behördenschlendrian", ahnt
Bestrebungen „illegale Vorgänge in Zukunft zu legalisieren“ und stellt die Landesregierung zur Rede.
Massive Zweifel an Unabhängigkeit der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit – Gesetzliche Fristen werden ignoriert Wien (22. Jänner 2010). Die frühere Leiterin der Abteilung Gentechnik der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA, Suzy Renckens, ist ohne Einhaltung der vorgeschriebenen Wartefrist von zwei Jahren unmittelbar von der Behörde direkt zur Gentechnikindustrie gewechselt. „Der fließende Übergang von der EU-Zulassungsbehörde zur Biotech-Industrie ist ein Skandal. Dieser Filz in einer angeblich unabhängigen Behörde stellt das Durchwinken der Gentech-Anträge in ein völlig neues Licht. Die Frage stellt sich, ob hier Gutachten mit Karriereaussichten beeinflusst wurden“, empört sich Jens Karg, Sprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. Renckens leitete bis Ende März 2008 die Gentechnik-Abteilung und war für die Beurteilung von gentechnisch veränderten Lebensmittel zuständig. Aus gutem Grund müssen laut EU-Regelung leitende MitarbeiterInnen von EU-Behörden im Zeitraum von zwei Jahren eine Genehmigung einholen bevor sie einen neuen Posten annehmen. „Eine strikte 'Abkühlphase' ist unabdingbar. Ehemalige MitarbeiterInnen der Behörden, insbesondere wenn sie der Führungsebene angehörten, könnten sonst ihren früheren Status dazu ausnutzen, um ihre früheren Arbeitskollegen zu beeinflussen“, stellt Karg klar. Doch die EFSA hat keinerlei Einwände gegen diesen Wechsel einer ihrer leitenden Angestellten erhoben und auch keinerlei Auflagen gemacht „Die Leitung der EFSA hat klar gegen ihre Sorgfaltspflicht verstoßen. Der direkte Wechsel von Frau Renckens zur Industrie innerhalb weniger Wochen hätte nicht genehmigt werden dürfen“, so Karg weiter. GLOBAL 2000 fordert, die Projekte, die unter der fünfjährigen Amtszeit von Suzy Renckens durchgeführt wurden, neu zu bewerten. Die Zulassungen gentechnisch veränderter Organismen, die von Renckens mitverantwortet worden sind, müssen aufgrund der neuen Erkenntnisse nochmals begutachtet werden, da zum Zeitpunkt der Begutachtung die nötige Distanz zur Industrie nicht sichergestellt wat. Gemeinsam mit Corporate Europe Observatory, CEO (Brussels), Lobbycontrol und TestBiotech Deutschland fordert GLOBAL 2000 von der EU-Kommission die lückenlose Aufklärung dieses Falls. „Der Verdacht muss ausgeräumt werden, das hier mit Steuergeldern eine Behörde am Leben gehalten wird, die Gefälligkeitsgutachten für die Industrie erstellt“, so Karg abschließend.
Eine aktuelle Studie aus den USA deckt auf, dass die Einführung der Gentechnik in die US-Landwirtschaft zu dramatischen Preisanstiegen von bis zu 230 Prozent beim Saatgut geführt hat. „Mit großen Versprechen ist die Biotech-Lobby mit ihren Produkten in den Markt gedrängt. Gentech-Pflanzen sollten höhere Erträge garantieren und geringeren Pestizideinsatz erfordern. Inzwischen erinnert diese Branche jedoch stark an das Märchen `Des Kaisers neue Kleider'. Die Versprechungen verpuffen wie heiße Luft und bei genauer Betrachtung bleibt nichts übrig. Jetzt wo Monsanto nahezu eine Monopolstellung als Saatguthändler besitzt, werden die Preise hochgesetzt und schamlos von den Landwirtschaft abkassiert“, empört sich Jens Karg, Sprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. Der dramatische Preisanstieg wird in einer Studie des 'US Organic Centers' aufgezeigt. Dieser dokumentiert die Entwicklung der Saatgutpreise der letzten 35 Jahre anhand offizieller Daten aus dem US-Landwirtschaftministerium. In den 25 Jahren von 1975 bis 2000 stiegen die Saatgutpreise für Sojabohnen um insgesamt 63 Prozent. Zwischen 2001-2010 stiegen die Preise um 230 Prozent. Gentech -Maissaatgut kostet 70 Prozent mehr als konventionelles Maissatgut. Monsanto ist in den USA klarer Marktfüher. Rund 90 Prozent des in den USA verkauften Gentech-Saatguts stammt aus den Labors Monsanto. Die Erträge sind durch Gentech-Sorten nicht gestiegen, wie der Bericht klar herausstreicht. Der Ertrag pro eingesetztem Saatgutkorn ist seit Jahren konstant. Der Pestizideinsatz hingegen hat dramatisch zugenommen. Die Ursache hierfür liegt in einem Anstieg von Resistenzen gegen das Monsanto-Herbizid Roundup Ready. „Es sind Agrokonzerne wie Monsanto, die ihre gefährlichen Pflanzen mit unhaltbaren Versprechungen in einer Kombipackung mit Herbiziden verkaufen und doppelt verdienen. Durch den gesteigerten Pestizideinsatz werden auf Kosten der Natur Gewinne eingefahren und der Preisanstieg des Saatguts ist für die LandwirtInnen kaum noch zu verkraften. Mit jedem neuen resistenten Unkraut steigen die Kosten und sinken die Erträge“, so Karg. Der Teufelskreis der in den USA durch den großflächigen Anbau von Gentechpflanzen in Gang gesetzt wurde, sollte Europa eine Warnung sein, so die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. Europa sollte seine Vorreiterrolle in der Bio-Landwirtschaft ausbauen. „Die Bio-Landwirtschaft benötigt keine Produkte, die Gentech- und Chemie-Monopolisten anzubieten haben. Das ist gut für die Umwelt, die KonsumentInnen und gut für die Landwirtschaft in Österreich und Europa“, so Karg abschließend.
Anzahl resistenter Baumwoll-Schädlinge steigt Wien (16. Februar 2010). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 warnt vor weiteren Schäden durch Monsanto Gentech -Baumwolle und Gentech-Mais. “Die Heilsversprechungen der Gentech-Lobby verkehren sich ins Gegenteil. Anstatt die Schadinsekten zu eliminieren, werden zunehmend die Schädlinge gegen das in Gentech-Pflanzen gebildete Gift resistent“, warnt Jens Karg, Sprecher von GLOBAL 2000. Zusätzlich zur Ausbreitung von resistenten Superunkräutern (Pressemitteilung 3. Februar 2010), belegt die Studie „Field -Envolved Insect Resistence to Bt Crops“, der Universität von Arizona, dass in nur drei Jahren die Anzahl der resistenten Baumwollkapselbohrern in Gentech-Baumwollfeldern von Null auf 50 Prozent gestiegen ist. Manche Insekten sind 100- bis 1000-mal unempfindlicher gegen das Bt-Toxin geworden, so die Studie. Schwellen- und Entwicklungsländer besonders betroffen Auch bei Gentech-Mais gibt es bereits ernste Probleme mit Schädlingen, insbesondere sind Schwellen- und Entwicklungsländer betroffen. In Puerto Rico haben die Einbußen durch Schadinsekten dazu geführt, dass die Saatgutfirmen Pioneer Hybrid und Dow Agro Sciences ihr Gentech-Saatgut vom Markt genommen haben. Dieses erheblich teurere Gentech-Saatgut ist komplett wirkungslos geworden. Auch in Südafrika verzeichnen MaisproduzentInnen, die auf Gentech-Saatgut von Monsanto gesetzt haben, zunehmend Ernteschäden. Berichteten im Jahr 2005 nur 2,5 Prozent der LandwirtInnen von Problemen, so waren 2007 schon 58,8 Prozent derselben von schweren Ernteeinbußen betroffen. „Monsanto hat in manchen Fällen Entschädigung gezahlt und damit ein Schuldeingeständnis abgegeben. Die großartigen Versprechungen des Gentech-Konzerns haben sich als Falle erwiesen“, stellt Karg fest. Resistenzmanagement versagt – Gentechindustrie setzt auf mehr Gifte Es ist kein Zufall, dass die Probleme mit Gentech-Pflanzen vor allem zuerst in Entwicklungsländern auftreten. Sehr deutlich geht aus der US-Studie hervor, dass die meisten Probleme dort auftreten, wo aufgrund kleinstrukturierter Landwirtschaft keine ausreichenden Pufferflächen ohne Gentechnik bereitgehalten werden können. Denn auf diesen können sich „normal empfindliche“ Insekten stärker vermehren und so die Gesamtanzahl der resistenten Insekten geringer halten. „Ein solches Resistenzmanagement, wie es Monsanto wohlweislich vorschreibt, ist auf den großen Agrarflächen der USA möglich, doch in Entwicklungsländer ist es kaum durchführbar. Aber auch in den USA ist diese Strategie nur ein Spiel auf Zeit, dann muss der Einsatz erhöht werden: Schon entwickelt die Gentechindustrie Pflanzen mit mehreren Giftgenen, deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt völlig ungeklärt sind“, warnt Karg.
Beim Einsatz von Gentech-Futtermitteln finden sich synthetische Gensequenzen in Ziegen und Ziegenkitzen. Dies ist der alarmierende Befund einer aktuellen Fütterungs-Studie der Universität Neapel. Und dies obwohl der Ziegennachwuchs nur mit der Milch des Muttertieres ernährt wurde. „Nun ist wissenschaftlich belegt, dass Bestandteile von Gentech-Nahrung in die Organe gelangen und dort Veränderungen hervorrufen können. Dass selbst das Jungtier, das nicht mit Gentech-Futter in Kontakt kam, die künstlichen Gene in Leber, Herz und Niere aufweist zeigt, dass hier ein Dominoeffekt entstehen kann“, warnt Jens Karg, Sprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. Die ForscherInnen der Universität Neapel fütterten zehn Ziegen zwei Monate vor und nach dem Ablammen mit Gentech-Soja und eine Kontrollgruppe mit gentechfreiem Soja. Die Kitze wurden dann zwei Monate ausschließlich mit der Milch der Ziegenmütter ernährt. Bei der Gruppe, deren Muttertiere mit Gentech-Soja gefüttert wurden, konnte die Fremd-DNA in Nieren, Leber, Blut sowie im Herzen der Ziegenkitze nachgewiesen werden. Zusätzlich wurden Unterschiede in den Enzymaktivitäten festgestellt. Möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit der Tiere muss in Folgestudien nachgegangen werden. „Die Studie ist ein Alarmsignal an die Lebensmittelproduktion. Auswirkungen der Gentechnik in Nahrungs- und Futtermitteln sind völlig unzureichend erforscht, deshalb hat Gentechnik in der Lebensmittelkette nichts verloren“, so Karg.
Nichtregierungsorganisationen fordern Einhaltung des Investitionsverbotes in Produzenten von Streumunition Laut einer Studie von Netwerk Vlaanderen unterhält die Deutsche Bank Geschäftsbeziehungen zu führenden Anbietern und Herstellern von Streumunition wie z.B. Alliant Techsystems, L3-Communications, Lockheed Martin, Textron, Singapore Technologies Engineering und Raytheon. Weitere Recherchen von Landmine.de und urgewald haben ergeben, dass viele Investmentfonds der Deutschen Bank Tochter DWS an Streumunitionsproduzenten beteiligt sind. „Wer DWS-Fonds erwirbt, muss damit rechnen, an Herstellern von Streumunition beteiligt zu sein“, warnt Thomas Küchenmeister von Aktionsbündnis Landmine.de. Das völkerrechtliche Verbot von Streumunition tritt am 1.8.2010 in Kraft. In Deutschland ist jeglicher Umgang mit Streumunition per Gesetz seit Juni 2009 verboten. „Paragraf 18a des Kriegswaffenkontrollgesetzes verbietet die Förderung der Produktion von Streumunition und dazu gehört eindeutig auch jede Art der finanziellen Unterstützung bzw. Beteiligung an der Produktion“, betont Küchenmeister. Die Fraktion B’90 / Die Grünen im Bundestag prüft derzeit eine Strafanzeige gegen deutsche Konzerne und Banken, die in Streumunitionshersteller investieren. Länder wie z.B. Belgien, Luxemburg und Irland haben solche Investitionen längst verboten. „Die Deutsche Bank führt ihre Kunden in die Irre mit ihren vollmundigen Erklärungen, nicht in Transaktionen mit kontroversen Waffen verstrickt sein zu wollen“, kommentiert Barbara Happe von urgewald. „Um weitere Imageschäden oder gar gerichtliche Schritte gegen sie zu vermeiden, sollte sie sich jetzt umgehend von diesen Kunden und Beteiligungen trennen und dem Vorbild anderer Banken folgen, bei denen Streubombenhersteller längst auf dem Index stehen“. Besondere Brisanz erhalten die Rechercheergebnisse durch die Informationen von Amnesty International, dass die US-Armee bei einem Luftangriff auf die jemenitische Ortschaft El Maadschala Streubomben eingesetzt haben soll. 34 Al-Kaida-Kämpfer und 41 Zivilpersonen sollen dabei getötet worden sein. Die USA haben offiziell nicht bestätigt, daran beteiligt gewesen zu sein. Nach Studienergebnissen von Handicap International hat Streumunition bis heute weltweit etwa 100.000 Opfer gefordert. 98 Prozent der registrierten Opfer sind Zivilisten, 27 Prozent davon Kinder. „Jedes Investment in kontroverse Waffen untergräbt auch die Hilfsprojekte für die Opfer“, beklagt François De Keersmaeker von Handicap International. Die Nichtregierungsorganisationen fordern die Deutsche Bank und die Regierung daher eindringlich auf, das durch die Konvention zum Verbot von Streumunition und das Kriegswaffenkontrollgesetz festgeschriebene direkte Investitionsverbot in Streumunitionshersteller umfassend umzusetzen und darüber hinaus auch explizit gesetzlich auf ein Verbot in Bezug auf jegliche Kredite, Anleihen und andere finanzielle Dienstleistungen auszudehnen.
Der Skandal um illegales Gentechnik-Saatgut hat ein juristisches Nachspiel. Brandenburg will die illegalen genmanipulierten Pflanzen vernichten. VON JOST MAURIN Niedersachsen hielt sich die Option offen, den Genmai weiter wachsen zu lassen. Foto: seraph/photocase BERLIN taz | Sieben Funktionäre der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) haben am Freitag bei der Staatsanwaltschaft Stade Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet, wie ihr Rechtsanwalt Jens Beismann sagte. Sie richten sich dagegen, dass in diesem Frühjahr in fünf Bundesländern Saatgut ausgesät wurde, das mit verbotenem gentechnisch verändertem Mais verunreinigt war. Das Gentechnik-Gesetz sieht bis zu drei Jahre Gefängnis oder Geldstrafe für denjenigen vor, der nicht zugelassene Genpflanzen freisetzt. Nach Behördenangaben hatte die Niederlassung des US-Saatgutherstellers Pioneer Hi-Bred in Buxtehude verunreinigten Mais für rund 2 .000 Hektar geliefert. Damit dürfte der Fall der bisher größte Gentechnik-Saatgutskandal in Deutschland sein. "Die Bauern wussten davon nichts. Deshalb sind sie raus", sagte Jurist Beismann. Allerdings müsse die Staatsanwaltschaft überprüfen, ob Saatgutfirmen oder Behörden Fehler gemacht hätten. Tatsächlich wirft die Umweltschutzorganisation Greenpeace dem Agrarministerium in Niedersachsen vor, zu spät reagiert zu haben. Ministerin Astrid Grotelüschen (CDU) entschuldigte die Verzögerungen unter anderem damit, dass Mitarbeiter verreist oder erkrankt gewesen seien. "Das ist doch Schwachsinn", antwortete Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter. "Dann hätten sie andere Länder um Amtshilfe bitten können, schließlich stand die Aussaat kurz bevor." Die AbL sieht deshalb hinter dem Verhalten der Behörden nicht nur Schlamperei, sondern auch Politik. "Die Landesregierung in Niedersachsen fährt seit Jahren einen Schmusekurs gegenüber der Gentechnikindustrie", kritisierte Bundesgeschäftsführer Georg Janßen. Der aktuelle Skandal sei Teil einer Strategie: "Bauern und Verbraucher sollen sich an Verunreinigungen gewöhnen, und dann sagen die Konzerne in wenigen Jahren, dass nun schon in vielen Regionen gentechnisch veränderte Pflanzen wachsen und eine Trennung leider nicht möglich ist." Unterdessen hat auch Brandenburg entschieden, dass die Bauern die verunreinigte Saat vernichten müssen. "Wir haben Umbruch angeordnet, damit die Landwirte Schadensersatz vom Hersteller fordern können", sagte der Gentechnik-Referatsleiter im Potsdamer Umweltministerium, Peter Rudolph, der taz. Ähnliche Maßnahmen kündigten die Behörden in Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern an. Als einziges der betroffenen Bundesländer hielt sich Niedersachsen die Option offen, die Pflanzen weiter wachsen zu lassen und dann in Biogasanlagen zu vergären. Das werde je nach Einzelfall entschieden, erklärte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover. Sie wollte sogar nicht die Möglichkeit ausschließen, die Pflanzen bis zur Blüte stehen zu lassen. Dann könnten die Pollen auch Felder in der Nachbarschaft kontaminieren.
Barack Obama hatte schon immer ein merkwürdiges Händchen bei der Besetzung von Ämtern: Fast seine gesamte Mannschaft besteht aus Lobbyisten und Mitgliedern der neoliberalen Finanzelite. Die Ziele der Menschen, mit denen sich der US-Präsident umgibt, stehen im krassen Widerspruch zu dem, was Obama in seinen großspurigen Reden verkündet. In seinem Finanzteam sollen beispielsweise genau diejenigen, die die Finanzmärkte dereguliert haben, mit Spekulationen Millionäre wurden und für zweifelhafte Konzerne arbeiteten das Land nun aus einer Krise führen, die sie selbst wissentlich erst ermöglicht hatten und davon erheblich profitierten. Allein die Verwicklungen von Obamas Team mit der FED und der Bank Goldman Sachs sind haarsträubend. Eine perfekte Kombination Und in andern Bereichen sieht das nicht anders aus, wie sich jetzt eindrucksvoll in der Besetzung hoher Ämter im Bereich Landwirtschaft zeigt: Gleich drei Ämter besetzt Obama mit ehemaligen Monsanto-Größen - und sein Landwirtschaftminister Tom Vilsack vertrat schon zu seiner Zeit als Gouverneur von Iowa hauptsächlich die Interessen Monsantos. Die US-Lebensmittel-Behörde FDA (- also die Institution, die darüber entscheidet, ob Gentechnik-Produkte zugelassen werden, oder nicht), ist mittlerweile fast ein Außenposten von Monsanto, so dass sich der Konzern seine Gesetze und Gutachten quasi selbst schreiben kann. Neu dabei: Der frühere Monsanto-Vize-Präsident (!) Michael Taylor als oberster Experte für Lebensmittelsicherheit. Viel befangener kann ein "Experte" eigentlich kaum sein - man muss sich nur mal die Geschichte Taylors ansehen: Er war zuerst als Anwalt für Monsanto tätig, bevor er 1991 bis 1994 die Grundsatzabteilung der FDA leitete und bis 1996 im Landwirtschaftsministerium für Lebensmittelkontrollen zuständig war. Danach wechselte er zurück zu Monsanto, wurde dort Cheflobbyist und Vize-Präsident. Im Wahlkampf beriet Taylor Obama in Landwirtschaftsfragen - jetzt ist er wieder in der FDA. Also ein ständiges hin- und her zwischen Monsanto und der Lebensmittelaufsicht, ein Verfahren, das die Amerikaner die "revolving door" (Drehtür) nennen und das gängige Praxis in der US-Politik ist. Das neugegründete National Institute of Food and Agriculture (NIFA), das zukünftig die Forschungsgelder des Landwirtschaftsministeriums verteilen soll, wird ebenfalls von einem Monsanto-Mann geleitet: Roger Beachy entwickelte früher für Monsanto Gen-Tomaten und kann nun 200 Millionen US-Dollar pro Jahr an seine Ex-Kollegen verteilen. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll sein Etat sogar auf 700 Millionen Dollar angehoben werden. Da können wir uns schon auf einen Haufen neuer steuerfinanzierter GenTech-Patente freuen! Auch die Agrar-Verhandlungen mit dem Ausland führt ein Monsanto-naher Politiker. Als oberstern Chefunterhändler hat Obama Islam A. Siddiqui nominiert - der war bisher Vize-Präsident des Pestizid-Herstellerverbandes CropLife America und dort für Biotechnologie zuständig. Zu CropLife gehören neben Monsanto zum Beispiel auch BASF und Bayer. In Zukunft soll Siddiqui nun international den Weg freimachen für die GenTech-Produkte dieser Konzerne. Eine schöne Kombination von Ämtern haben die Monsanto-Lobbyisten da Inne, da steht dem Triumph der Gentechnik in Amerika nun nichts mehr im Wege - Guten Appetit!
Ein "Superunkraut", welches immun gegen das von Monsanto hergestellte Unkrautvernichtungsmittel "Roundup" ist, verbreitet sich immer mehr in den Baumwoll- und Sojafeldern Amerikas. Über 400 Quadratkilometer sind bereits mit dem "Pigweed" genannten Unkraut verseucht - zum Teil bestehen ganze Landstriche nur noch aus Pigweed und schon im Jahre 2007 mussten 40 Quadratkilometer Land in Mason County komplett aufgegeben werden. Was für die Bauern eine Katastrophe ist, könnte eine Hoffnung für die Natur sein: Da die Bauern das Unkraut von Hand ausreißen müssen (was viel Geld kostet), weigern sich immer mehr von ihnen, weiter die genmodifizierten Samen von Monsanto zu verwenden und wechseln zurück zu herkömmlichen Anbau. Hintergrund: Das Prinzip der Monsanto-Samen ist, die Soja- und Baumwollsamen genetisch so zu verändern, dass sie Pflanzen resistent gegen das brutale Monsanto-Unkrautvernichtungsmittel "Roundup" sind. So können Bauern ihre Felder mit der Chemikalie besprühen, ohne dass die Nutzpflanzen dabei sterben: Wenn das Mittel versprüht wird, gehen nur die nicht genmodifizierten Pflanzen ein, die Gen -Baumwolle oder das Gen-Soja (roundup-ready) bleibt unberührt von dem Gift. Mit dieser Taktik konnte Monsanto die Bauern in eine Abhängigkeit bringen und in den letzten Jahren ein Milliarden-Geschäft aufbauen. Nun hat aber leider das Unkraut durch Mutation ebenfalls eine Resistenz gegen Rounup entwickelt - wodurch die Verwendung der Gen -Saat natürlich nutzlos wird. Da die Monsanto-Samen sehr viel teurer sind als natürliche Saat, überlegen viele Bauern jetzt zurückzuwechseln. Das durch die Verwendung ihrer Saat Superunkraut entsteht, ist Monsanto seit 2001 bewusst - daher hat der Konzern auch bereits ein neues Patent für ein Mittel gegen Roundup-resistente Pflanzen in der Schublade. "Das Patent ermöglicht es dem Konzern von einem Problem zu profitieren, das seine eigenen Produkte selbst erzeugt haben", heißt es dazu in einem Bericht der Soil Association. Weitere Informationen zu Monsanto gibt es in der hervorragenden Dokumentation "Monsanto - Mit Gift und Genen"
Hinter jeder Aktiengesellschaft stehen AnteilseignerInnen, die im Falle eines Schadens mit einem Wertverlust ihrer Aktien rechnen müssen. Nur wer weiß schon genau, wo sein Geld angelegt ist, wenn er es einer Anlagegesellschaft anvertraut, die in Fonds investiert ? Was würden Sie sagen, wenn Sie erfahren, dass z.B. ihre private Altersvorsorge in Monsanto Aktien angelegt ist? Am 19. März 2008 hat Monsanto im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs sämtliche Forderungen Percy Schmeisers, eines Landwirtes aus Kanada akzeptiert und die Verantwortung für die Kontamination auf Schmeisers Feldern eingeräumt. Monsanto bezahlt nicht nur den Schaden sondern akzeptiert auch, dass Schmeiser über die genauen Hintergründe öffentlich berichtet und Stellung bezieht. Das Eingeständnis Monsantos, als Eigentümerin des Patentes auf Transgene auch für die Kontamination benachbarter Felder verantwortlich zu sein öffnet den betroffenen Bauern auf der ganzen Welt nun den Weg für Schadenersatzforderungen an Monsanto. Wer investiert in Monsanto?Größter Einzelaktionär Monsantos ist die Fidelity Management & Research Company, Boston, USA mit einem Anteil von 9,08 Prozent. Sie ist in Deutschland über die Fidelity Investment Services GmbH auch in der privaten Altersvorsorge aktiv. Falls Sie über einen Fidelity Fonds in Ihre Altersversorgung investiert haben und nicht damit einverstanden sind, dass Ihre Anlagegelder in Monsanto investiert werden, dann lassen Sie Fidelity dies wissen. Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH investiert ebenfalls über zahlreiche Anlagefonds in Monsanto. Wir lesen z.B. im Jahresbericht des Allianz-dit Interglobal Fonds: "Monsanto profitiert von robusten Fundamentaldaten und einem günstigen Gewinnausblick und erweist sich als hervorragende Investition für das Portfolio". Der Anteil an Monsanto beträgt 11.482.356 Euro oder 1,91 % am gesamten Allianz-dit Interglobal Fonds. Ein Allianz Fonds von vielen. Die Landesbank Berlin Investment GmbH Berlin ist z.B. mit ihren Stratego Fonds "Wachstum" und "Konservativ" in Monsanto investiert. Sie ist eine 100%ige Tochter der Unternehmensgruppe Landesbank Berlin AG, die wiederum eine 100%ige Tochter der Landesbank Berlin Holding AG ist. Diese gehört wiederum der Sparkassen-Finanzgruppe die mit 650 Unternehmen und einem zusammengefassten Geschäftsvolumen von rund 3.300 Milliarden Euro die größte Kreditinstitutsgruppe in Deutschland und Europa ist. Zu ihr gehören 457 rechtlich eigenständige Sparkassen, 11 Landesbanken, 10 Landesbausparkassen, 12 öffentliche regionale Erstversicherungsgruppen und die DekaBank mit einem Fondsanlagevermögen von 192,2 Mrd. Euro. "Die Sparkassen-Finanzgruppe verbindet Kompetenz in Finanzdienstleistungen mit Verantwortung für die Gemeinschaft" und "starke Sparkassen unterstützen einen nachhaltigen Aufbruch", so steht es jedenfalls auf deren Internetseite. Falls Sie über die Sparkassengruppe investiert haben und Sie nicht damit einverstanden sind, dass Ihre private Altersvorsorge in Monsanto investiert wird, dann lassen Sie es die Sparkasse wissen. Es gibt weitere fünf große Gentechnik-Saatguthersteller: Dow, Bayer, Syngenta, DuPont und BASF. Bei der BASF heißt es z.B.: "Unsere pflanzenbiotechnologische Forschung erhält neue wertvolle Impulse durch die Zusammenarbeit mit Monsanto. Im Wachstumscluster Pflanzenbiotechnologie entwickeln wir Pflanzen für eine leistungsfähigere Landwirtschaft, eine gesündere Ernährung sowie für die verbesserte Nutzung als nachwachsende Rohstoffe." Guten Appetit!Adressen der InvestorenFidelity InvestmentServices GmbH Geschäftsführer: Allianz Global Investors Kapitalanlage-gesellschaft mbH Aufsichtsratsvorsitzender: Die Landesbank Berlin Geschäftsführung: Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Bank, bzw. Ihr Fonds in Monsanto investiert ist, dann erhalten Sie Auskunft über den elektronischen Bundesanzeiger: Geben Sie den Namen Monsanto in die Suchmaske ein und Sie erhalten alle Geschäftsberichte und Jahresabschlüsse, die den Namen Monsanto enthalten. "Beim Kurssturz ist ein Wertpapier auf dem Weg zu seinem Papierwert."
Kennen Sie Monsanto? Noch nie gehört? Sollten sie aber, denn der Agargutkonzern Monsanto ist im Begriff die Kontrolle über Ihre Lebensmittel zu übernehmen. Nicht irgendwo in den USA oder Asien. Hier in Deutschland, vor ihrer Tür in Brandenburg. Das Streben nach Profit ist nichts Neues. Doch es gab Zeiten da waren manche Dinge so heilig oder wichtig für das Gemeinwohl, dass
damit keine Geschäfte gemacht werden durften. Sie waren durch Traditionen und Gesetze geschützt. Es gibt ein Unternehmen, welches sich die Wirtschaftsdoktrin des „Freihandels" besonders zur Nutze macht und nicht davor zurückschreckt, alle, auch illegale Mittel einzusetzen um seinen Profit zu maximieren. Die Rede ist von dem multinationalen Konzern Monsanto, welcher sich vom Chemiekonzern zum heute größten Saatgutproduzenten der Welt entwickelt hat. Die Geschichte des Konzerns ist mit dunklen Kapiteln gepflastert, die Monsanto als Markenzeichen für Gier, Arroganz, Lobbyismus und knallharten Geschäftspraktiken erscheinen lassen. 1901 wurde das Unternehmen von John Francis Queeny in St. Louis, USA gegründet. Gestartet als Sacharinhersteller für Coca-Cola, gehörte Monsanto 1940 schon zu den zehn größten Chemiekonzernen in den USA. Nach dem Zweiten Weltkrieg blühte das Unternehmen erst richtig auf z.B. mit Produkten wie dem krebserregenden Insektizid DDT, welches heute weltweit verboten ist und nur noch in absoluten Notfällen verwendet werden darf, mit PCB, welches als Weichmacher in Lacken und Kunststoffen verwendet wird und im Verdacht steht krebserregend zu sein sowie Unfruchbarkeit bei Männern auszulösen, und dem umstrittenen Süßstoff Aspartam, welcher laut des Ergebnisses einer Studie des Krebsforschungszentrums der Europäischen Stiftung für Onkologie und Umweltwissenschaften" in Bolognia nachweislich Leukämie und Lymphknotenerkrankungen (so genannte Lymphome) verursacht, also krebserregend ist. Traurige Berühmtheit erlangte Monsanto als Hersteller des Herbizids „Agent Orange", welches im Vietnamkrieg als Entlaubungsmittel eingesetzt wurde und noch heute zu grauenhaften Missbildungen in der vietnamesischen Bevölkerung führt. Verständlicherweise hat der Vietnamesische Staat eine Klage gegen Monsanto eingeleitet. Mit der Konstruktion der ersten transgenen Tabakpflanze wird die Monsanto Hybritech Seed International Inc. gegründet, und läutet 1983 die Genrevolution ein. Beginnen wir mit RoundUp, einem Totalherbizid, was soviel heißt, dass dieses Spritzmittel einmal auf einem Acker ausgebracht, zunächst einfach alles pflanzliche Leben vernichtet. Als RoundUp auf dem Markt kam, wurde es als biologisch abbaubar beworben, bis 1996 und 2006 das Unternehmen wegen irreführender Werbung verklagt wurde. Heute ist Round Up das meistverkaufte Pflanzenschutzmitttel weltweit. Der Wissenschaftler Prof. Robert Bellé wies im März 2002 in einer Studie nach (veröffentlicht auf www.pubmed.gov), das RoundUp krebserregend ist und die Zellteilung massiv beeinflusst. Jedoch wurde Bellé gedrängt die Studie nicht zu veröffentlichen, weil die Frage der GVOs (Gentechnisch veränderte Organismen) dahinterstand, was soviel heißt, dass die Giftigkeit von RoundUp verheimlicht wird um die Entwicklung der GVOs zu schützen. Das eigene Saatgut vor dem Pflanzenvertilger RoundUp zu schützen, gelingt durch eine gentechnische Veränderung des Saatgutes, ein implantiertes Gen, durch die die Pflanze gegen den Grundwirkstoff Glyphosat resistent wird. Doch mittlerweile werden immer mehr Wildkräuter resistent gegen RoundUp, so dass die Landwirte die Spritzmitteldosierung von Jahr zu Jahr erhöhen müssen.. So hat sich in Kanada ,ittlerweile ein Superunkraut entwickelt, das vier verschiedene Resistenzgene enthält und sich überall ausbreitet. Auf allen Äckern , Vorgärten, Golfplätzen in Stadien und Friedhöfen. Nur durch ein neues, noch stärkeres Pflanzengift, das zu 70 Prozent dem in Vietnam eingesetzten Entlaubungsmittel Agent Orange entspricht, lässt sich dieses Unkraut in Schach halten. Ein weiterer Schritt um die Abhängigkeit der Landwirte von Monsanto weiter zu verschärfen ist die Einführung der V-Gurt (Variety Genetic
Use Restriction Technology), welche zusammen mit dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium (!!) entwickelt wurde. Dafür werden
Samen gentechnisch so verändert, das die Keimfähigkeit erst durch die Zugabe von bestimmten Chemikalien, die es natürlich nur von Monsanto gibt, de-und aktiviert wird, quasi ein- und ausgeschaltet werden kann. Mit etwa 10.000 Arten in mehr als 650 Gattungen sind sie eine der größten Familien innerhalb der Blütenpflanzen. Alle Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais und Reis zählen zu dieser Pflanzengruppe. Wenn nun z.B. gentechnisch veränderter Weizen mit dieser Technologie ausgestattet wird, lässt sich nicht verhindern, dass es sich auf andere Süßgräser überträgt. Man sollte bedenken, dass alle Süßgräser sich über Wind und Luftströmungen vermehren. Es kann während der Blütezeit zu regelrechten Staubwolken kommen, die garantieren, dass zumindest ein kleiner Teil des weniger als einen Tag lebensfähigen Pollens seinen Bestimmungsort, die weiblichen Narben, erreicht. Beispielsweise bildet der Roggen pro Ähre etwa vier Millionen Pollenkörner. Da Süßgräser als Marktfrüchten oder als Viehfutter in der Veredelung heute die Basis für die Ernährung der Weltbevölkerung sind, lässt sich das gesamte Ausmaß nur erahnen. Wir hätten eine grüne Wüste. Eine Landschaft die nur noch einmal blüht und danach nie wieder. Man muss sich das Problem ernsthaft vergegenwärtigen: Ein gentechnisch veränderter Organismus der einmal ausgesetzt wurde, kann nie wieder zurückgeholt werden. Es lässt sich nicht vermeiden, das diese Pflanzen sich immer mehr ausbreiten und Felder kontaminieren wie ein Virus. Warum erfindet man überhaupt so eine Technologie? Es geht zunächst um den Profit. Bauern werden zwangsläufig dazu gezwungen, jedes Jahr das Saatgut neu einzukaufen und damit Patentgebühren zu zahlen. Bauern die von Monsanto Saatgut beziehen, unterschreiben gleichzeitig einen Technologievertrag, der sie dazu verpflichtet, keinen Nachbau zu betreiben, denn das würde eine Patentrechtsverletzung nach sich ziehen. Nachdem man Patente auf Leben erlaubt hat, ist ein Wettstreit unter den Agrarfirmen ausgebrochen, auch konventionelle Samen patentieren zu lassen. Man schätzt das Monsanto allein über 11.000 Patente auf normales Saatgut verfügt. Was sind die Folgen? Wer Patente auf Saatgut besitzt, kann den Saatgutmarkt kontrollieren und somit entscheiden was schlussendlich auf den Teller kommt und was nicht. Bei einer Biotech Industrie Konferenz 1999 wurde durch einen Repräsentanten der Arthur Anderson Consulting Group, einer Beraterfirma für große Konzerne, die wirtschaftlichen Ziele Monsantos vorgestellt. Zunächst war Monsanto befragt worden, wie sich das Unternehmen die ideale Zukunft in fünfzehn oder zwanzig Jahren vorstelle. Die leitenden Mitarbeiter von Monsanto entwarfen eine Welt, in der das gesamte kommerzielle Saatgut gentechnisch verändert und patentiert sein würde. Man kann von Glück reden, das die EU die Einfuhr von bestimmten GVOs (noch) verhindert, was dazu führte, das Monsanto Klage gegen die EU erhob. Frankreich und Österreich bieten den Saatgutkonzernen weiterhin die Stirn und haben bestimmte gentechnisch veränderte Maissorten verboten, während deren Anbau in Deutschland durch den Landwirschaftsminister Horst Seehofer, unter großem Protest wieder erlaubt wurde. Besonders die einstigen LPGs, heute Agrargenossenschaften in den neuen Bundesländern, vorwiegend in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, sind das bevorzugte Ziel von multinationalen Konzernen zur Verbreitung von GVOs, da sich die Gegenwehr der Bevölkerung im Gegensatz zu Westdeutschland in Grenzen hält. Von der in Deutschland mit Genmais bebauten Gesamtfläche von 4399 Hektar befinden sich allein derzeit 1993 Hektar in Brandenburg. Diese Fläche soll auf 3200 Hektar ansteigen. Und Berlin schläft. Die von der Bundesregierung festgelegten Mindestabstände der Anbauflächen bei Genmais von 150m zu konventionell und 300m zu ökologischen bewirtschafteten Feldern sowie 800m zu Naturschutzgebieten ist nur Augenwischerei. Aus Kanada ist bekannt, das sich Pollen durch Unwetter z.B. Tornados über 300km ausbreiten können. Das Bienen und Schmetterlinge Pollen übertragen und zwischen Öko - und Genpflanzen wohl kaum Unterschiede machen, dürfte wohl allen klar sein. Auf der einen Seite sorgt man sich um Vielfältigkeit der Arten, aber auf der anderen lässt man zu, dass durch die GVOs die alten heimischen Sorten verdrängt werden und Landwirte immer mehr gezwungen werden auf die Produkte der Agrarkonzerne zurückzugreifen. Ein Effekt der bewußt einkalkuliert ist? Nachbaugebühren In Deutschland werden durch Umsetzung einer EU-Richtlinie neuerdings sogenannte Nachbaugebühren eingezogen. Die Nachbaugebühr
stellt eine Lizenzgebühr an die Saatgut-Treuhand Verwaltungs GmbH ( www.bigbrotherawards.de/2005/.com ) dar, die jedes Jahr aufs
Neue erhoben wird. Damit wird das natürliche Recht der Landwirte beschnitten ihre eigene Ernte wieder auszusäen. Eine moderne Art
des Feudalismus, der sogar soweit geht, dass Bauern von der Saatgut-Treuhand bespitzelt und bei Verweigerung von Auskünften,
verklagt werden. Besonders skuril ist, dass ein Teil der Nachbaugebühren für die Genforschung verwendet wird. Ob die Lobbyisten der
Saatgutkonzerne an der Ausarbeitung dieser EU-Richtlinie aktiv beteiligt waren, darf angenommen werden. In der Tat, um die Welt zu beherrschen ist es weit effektiver ein Monopol über das Saatgut und damit über die Lebensmittel zu besitzen, anstatt die Welt mit Waffen zu bedrohen. Der damit einhergehende Raubbau an der Natur, die schleichende Vergiftung, die Verwüstung ganzer Regionen, tragen noch einen weiteren Teil zur Unterwerfung der Menschheit bei. Im Namen des „freien Handels" wird alles gerechtfertigt. Im Grunde genommen ist der Begriff „freier Handel" nichts weiter als eine Illusion , der von profitgierigen, multinationalen Konzernen missbraucht wird. Die Menschen haben wohl eine Schwäche für das Wort „frei" oder „Freiheit". Aber es mag Freiheiten geben die im Namen der Freiheit zu Grunde gehen. Man kann nur hoffen das der momentane Trend zu Bioprodukten kein Trend bleibt und der Verbraucher sowie die Anleger erkennen, welchen Einfluss sie ausüben können. Wem gehört Monsanto?
Die Not der vom Erdbeben hart getroffenen Farmer auf Haiti wäre für Monsanto fast ein gutes Geschäft geworden: Mit einer Spende von 60,000 Säcken Monsanto-Saatgut wollte der Konzern die Landwirtschaft der Insel unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit unter seine Kontrolle bringen - hat dabei aber offensichtlich die Cleverness der Farmer unterschätzt. Die wollen das Saatgut nämlich lieber verbrennen, als es auszusäen. Chavannes Jean-Baptiste, Führer eines Bauern-Verbandes bezeichnete die Spende als einen "Angriff auf die kleine Landwirtschaft, auf Farmer und die Biodiversität". Monsanto wollte offenbar dieselbe Abhängigkeit herstellen, die in den USA schon besteht - dort kommen neun von 10 Soja-Samen bereits von Monsanto, Selbiges gilt für Baumwolle und bei Mais sieht es nur wenig besser aus.
Zum Thema Aufmerksamkeits-Defizits-Syndrom ADHS gibt es ja bereits diverse Theorien - Forscher von der University of Montreal und Kollegen von der Harvard University haben nun einen Zusammenhang gefunden, der schon öfter vermutet wurde: Bestimmte Pestizide erhöhen offenbar das Risiko, an ADHS zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer im Fachmagazin "Pediatrics" veröffentlichten Studie. Die Forscher untersuchten die Pestizid-Belastung von mehr als 1100 Kindern aus verschiedenen Regionen und Gesellschaftsschichten der USA. Dabei zeigte sich, dass erhöhte Pestizidspiegel das Risiko, an ADHS zu erkranken stark erhöhen. "Frühere Experimente mit Tieren haben bereits gezeigt, dass Phosphorsäureester kognitive Störungen auslösen können", erklärt Studienleiterin Bouchard. Die Untersuchungen an Kindern hätten nun bestätigt, dass das auch für Menschen gilt."Phosphorsäureester können das neuronale System von Kindern in der Entwicklung beeinflussen und zu ADHS-typischen Merkmalen wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität beitragen." Phosphorsäureester sind die verbreitetste Form von Pestiziden. Doch nicht nur für die Schädlinge sind sie gefährlich - in hohen Dosen sind sie auch für den Menschen tödlich. Noch in den 1930er-Jahren wurden verschiedene Phosphorsäureester als chemische Kampfstoffe eingesetzt, so zum Beispiel Monsantos Superwaffe "Roundup".
Absichtlich habe ich nicht geschrieben: Die jämmerlichen Polit-Clowns der sogenannten "BRD", denn das würde ja bedeuten, daß es in Österreich keine Polit-Clowns gäbe, die Krankheit der Demenz scheint im deutschsprachigen Raum besonders ansteckend zu sein. Bei meinem Krankenhausaufenthalt außerhalb Russlands habe ich zwar immer noch nur eine verminderte Kondition, aber auch Zugang zum deutschenIdioten-TV. Diesen Ausdruck halte ich für berechtigt, denn entweder bemerken die Redaktionen der Sender nicht mehr, welchen Blödsinn sie den BuBüdels vorsetzen, denn derartige Peinlichkeiten würden nicht--gehirngewaschene und somit nicht völlig abgestumpfte und verblödete aber wegen regelmäßigen Gehaltes Regime treue Redakteure wohl sonst herausgeschnitten haben. Es ist schon eine Schande, daß Redakteure in deutschen Medien nicht einmal mehr die deutsche Sprache beherrschen um den Sinn hinter den Worten zu erkennen. Jedenfalls profitiere ich im Krankenhaus vom Zugang zu deutschen und österreichischen TV-Sendungen bzw. den Nachrichten und erlaube mir daher, die Idiotie in diesen Sendern offenzulegen Das heimtückische Merkel. Hier geht es nicht um das Griechenland-Rettungsprogramm, denn die Regierung der BuBüdels rettet nicht Griechenland, sondern vergibt nur wiederum Bankgarantien an die verbrecherische jüdische Bankenszene, die dann ihrerseits staatlich garantierte neue Kredite an Griechenland vergibt, Geld das von ihnen zuvor zu nierigem Zinssatz aufgenommen wird und danach zu teuren Zinsen an Griechenland weitergegeben wird.. Der Unterschied zu zuvor besteht darin, daß die jüdische Bankenszene zwar immer noch an Zinsen von Griechenland profitiert - nur daß die jüdischen Banken eben KEIN RISIKO mehr eingehen. Damit hat das kriminelle Merkel wiederum ihren Auftrag zugunsten Israel erfüllt. Das Risiko für die 148 Milliarden zuzügl. 20% Toleranz und das Ganze als revolvierendes Budget tragen ausschließlich die BuBüdels - oder hatte jemand von den BuBüdels etwas anderes von das Merkel erwartet ? Sie haut die Deutschen in die Pfanne ! Das Merkel ist eine für Israel tätige kriminelle Agentin, ausgesucht von der CIA als IM Erika bei der Stasi, als besonders gewissenlos und charakterlos. Aber medienwirksam ist jetzt der Vorstoß der Bu-Blödel Regierung eine Kapital-Transaktionssteuer einzuführen (gaaanz gaaanz klein, damit sie den jüdischen Gangstern nicht weh tut) und Leerverkäufe zu verbieten. Leerverkäufe wären im Immobiliensektor z.B. ein Haus zu verkaufen, das man jemandem von außen zeigt, das einem aber nicht gehört. Das Strafrecht nennt so etwas Betrug. Die Leerverkaufs -Spekulanten hoffen dann, den eigentlichen Eigentümer des Hauses mit allen faulen Tricks zum unter-Wert Verkauf des Hauses zu bewegen. Nicht anders verhält sich das mit den Leerverkäufen von Währungen oder anderen als Wert akzeptierten Papieren. Die Deutsche Bank under Ackermann stellt da keine Ausnahme dar. Aber unter welcher Volksgruppe findet man denn den Namens-Appendix "mann" ? Der Korruptions-Schäuble Dersich für ach so intelligent haltende Wolfgang Schäuble, einschlägig dafür bekannt und überführt der Annahme von Schreiber des Umschlags mit 100.000 DM für die CDU angenommen zu haben, nennt Spekulationen einen Sumpf. Warum macht man in Deutschland immer wieder den Bock zum Gärtner ? Bar jeglichen Denkvermögens äußerte er den Vergleich: "man könne um den Sumpf auszutrocknen, die Frösche nicht schonen". Aber welche Ursächlichkeit besteht denn zwischen der Existenz des Sumpfes und den Fröschen. Diese besteht wohl nur im verqueren "Denken" eines Wolfgang Schäuble, denn der Vergleich entspricht etwa dem Vergleich einer Schuldzuweisung an die Schmeißfliegen, die sich an einem Haufen 'Scheiße' laben. Schäuble selbst will aber nicht den Verursacher dieses Haufens Exkremente zur Verantwortung ziehen (den Ars.. der jüdischen Banken) und hält sich lieber an die Schmeißfliegen. Und solche Leute wie Schäuble mit einem Intelligenz Quotienten von ... (verrate ich nicht) usurpieren die Stellung eines Finanzministers in der sogenannten "BRD". Schäuble hat ANGST vor den Juden ! Daß extreme Blödheit unter den deutschen Politikern uns jedoch tagtäglich begegnet, zeigt nicht nur ein Merkel, sondern wird mit Bravour gerade auch wieder in Nordrhein-Westfalen bei den Koalitionsverhandlungen unter Beweis gestellt. Die Grünen waren von jeher Deppen Da hatten sich die stets bornierten "Die Grünen" aus den Verhandlungen mit der SPD zurückgezogen, weil sich "Die Linke" nicht kotauend von der ehemaligen sogenannten "DDR" von selbst distanzierte, indem sie erklärte, die "DDR" sei keine Demokratie gewesen. Schließlich hatte niemand behauptet, die "DDR" sei eine Demokratie gewesen. Die "DDR" war eine Verwaltungsdiktatur unter dem Diktat einer der vier Besatzungsmächte - in dem Fall der Besatzungsmacht Sowjetunion. Aber die Pseudo-Intelligenz der "Die Grünen" muß mit ihrem I.Q. wohl nahe dem Gefrierpunkt liegen, denn die "BRD" ist bis heute eine Verwaltungsdiktatur unter dem Diktat der West -Alliierten gemäß der SHAEF-Gesetze (SHAEF = Supreme Headquarter Allied European Forces) wo sie das Merkel beim American Council on Germany in New York ihre Gehirnwäsche abholte. Objektiv und rechtlich korrekt müßte sich diese sogenannte "BRD" mit dem Zusatz OMF-BRD bezeichnen = Organisierte Modalität einer Fremdherrschaft "BRD". So haben sich denn die dem totalen Irrsinn ergeben habende Partei "Bündnis 90/Die Grünen" die Realität der sogenannten "BRD" ausgeblendet (die Aussicht auf Abgeordneten -Diäten ist enorm hilfreich dabei - als einer Gesinnungs-Prostitution) und nennt Israel- und USA-treu die sogenannte "BRD" (Verwaltungsdiktatur für die West-Alliierten) eine "Demokratie". Dabei wurde Deutschland mit Kriegsende in VIER Besatzungszonen aufgeteilt, die Sowjetunion erhielt das später "DDR" genannte Territorium - und die West-Alliierten erhielten die später mit "Bundesrepublik" bezeichnete Besatzungszone und setzten ihrerseits Marionetten ein, halten aber bis zum heutigen Tag Besatzungstruppen und Atombomben auf deutschem Territorium. Nur eine andauernde Gehirnwäsche im Stile "Neues Deutschland" vermochte den Westdeutschen langsam den Blick auf die Realität zu nehmen. Die "BRD" ist um nichts freier als die damalige "DDR" - beide besetzten Staatsgebilde waren nicht eigenständig und die BRD ist es bis heute nicht, woran hauptsächlich der Verbrecher Helmut Kohl die Schuld trägt. Er hatte bewußt auf einen Friedensvertrag verzichtet um den Besatzungsstatus fortzusetzen. Sogar Gorbatschow hatte sich noch darüber gewundert, weshalb dieser Verbrecher Kohl, Helmut keinen Friedensvertrag wollte, weshalb er ein Deutschland innerhalb der Grenzen von 1937 (Vorkriegsgrenzen) nicht wollte. Gewisse Kreise veröffentlichen jedoch die jüdische Vergangenheit dieses Kohl, Helmut als Kohn, Hennoch - einem galizischen Juden. Es gibt in der OMF-BRD KEINE aber wirklich KEINE ZUGELASSENE PARTEI, die deutsche Interessen vertritt. ALLE in der OMF-BRD zugelassenen Parteien (gleichgültig ob nun CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und vermutlich auch die Linke) dienen dem selben Herrn, der einem Parasiten gleich auch die USA unterwandert hat und die US-Politik in zionistischem Sinn diktiert. Deren Devise heißt, in dem Rothschildschen Privatstaat Jerusalem zur Welthauptstadt zu machen. Der Oberste Gerichtshof in Jerusalem zeigt anhand seiner freimaurerischen Baudetails schwarzer Magie, um was für eine satanische Verbrecherbande es sich bei den Zionisten handelt. Näheres dazu bei Politik-Global unter: Länder weltweit - Israel + Zionismus. Betr.: Österreich (eingesandter Artikel) NS Wiederbetätigung: H.C. Strache angezeigt (Die Demokratie ist in Gefahr...) Kommentar: In Zeiten wo eine Hiobsbotschaft die andere jagt, kann PM mit einer Frohbotschaft der besonderen Art aufwarten. Genau jene „rechten“ Politiker und Kellernazis in Österreich, die anlässlich der Barbara Rosenkranz Bundespräsidentenkandidatur so vehement hinter dem wahnsinnigen österreichischen Verbotsgesetz gestanden sind und dieses unbedingt beibehalten wollten, stehen jetzt selbst in der Schußlinie der Juden und Gutmenschen. Rache ist süss und hat kurze Beine. Der jüdische Rechtsanwalt Dr. Zanger, im übrigen ein hervorragender und nicht gerade ein billiger Strafverteidiger und Jurist, wurde
sicherlich nicht im eigenen Auftrag aktiv. Mit 200%iger Sicherheit wurde ihm von der israelitischen Kultusgemeinde (IKG) und Ariel
Muzikant ( der mit viel Dreck am Stecken) der lukrative Auftrag erteilt. Möglicherweise kam auch vom DÖW, eine private, höchst
kriminelle und staatsfeindliche Terrororganisation der Auftrag HC Strache und Co. auf drei Jahre hinter Gitter zu sperren. Die Kosten
trägt wie immer der bankrotte österreichische Staat und der nicht gefragte Steuerzahler. Im übrigen, einige politisch-terroristische Morde
in der Vergangenheit wurden niemals aufgeklärt. Der Konnex zum DÖW war zu offensichtlich und die Ermittlungen verliefen im Sand.
Genauer gesagt mußten im Sand verlaufen. Denn auch hinter dem DÖW steht die IKG. Alles klar? Weltweit einmalig, aber wer wegen dem verfassungswidrigen NS Wiederbetätigungsgesetz in Österreich vor Gericht steht, hat keine Chance auf Freispruch und noch weniger Chancen auf eine Verteidigung. Die Tatsache, dass dieses Wahnsinnsgesetz jemanden treffen könnte, der es selbst auf opportunistische Weise vor einigen Wochen noch lautstark verteidigt hatte, sollte uns alle in Jubelstimmung versetzen. Wie schon Einstein sagte, nicht das Universum ist unendlich, sondern die Dummheit der Menschen. NB PG In der sogenannten BRD bedarf es noch nicht einmal einer (nicht vorhandenen NS Wiederbetätigung) sondern lediglich einer klar umrissenen Kritik an der Pseudo-Regierung (lt. MdB der CDU als Verwaltungsdiktatur bezeichnet) und des Benennens des Betrugs der Zionisten an Deutschland mit Hilfe ihrer Banken bzw. der von ihnen geleiteten Banken und dem Irrsinns-Projekt Israels der Errichtung einer Weltregierung mit Jerusalem als Welthauptstadt, was eindeutig ein Projekt der Rothschilds ist, um in der "BRD" der Strafverfolgung nach § 130 StGB wegen "Volksverhetzung" mit zumeist langjährigen Haftstrafen zu unterliegen. Dies zeigt bereits wie pervertiert das deutsche "Rechts"system ist, wo offensichtliche Lügen zu offensichtlicher Wahrheit umdeklariert werden. Aber die Rothschilds mit ihrer Global Governance sind einfach nur kranke Freimaurer, die schwarze Magie beherrschen und sich aufgrund dessen mächtig fühlen. Sie sind aber nur die 'vermine*' der Erde. Sie benutzen das von ihnen geschaffene Bild einer Pseudo-NS Idiologie, die nichts anderes ist, als sich gegen den ständigen Betrug der Zionisten zu wehren. Die Deutschen als besonders arbeitsames und tüchtiges Volk hatten sie sich als "den zu vernichtenden Gegner" auserkoren. Es gilt, sich endlich zu wehren. Es gilt auch die Untaten der Zionisten offen zu benennen und sich nicht mit der Holocaust-Keule mundtot machen zu lassen. Lügen dienen nicht der Wahrheitsfindung. (* wer wissen will, was 'vermine' bedeutet, möge zum Wörterbuch Französisch-Deutsch greifen. Ich empfand diesen Ausdruck nur als unübertreffbar passen.)
AUS BERLIN SVEN HANSEN Deutsche Soldaten haben in Afghanistan seit dem 26. April 2007 "keine Personen in Gewahrsam genommen". Dies schreibt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in einem der taz vorliegenden Brief an den grünen Abgeordneten Volker Beck, der sich nach dem Verbleib gefangener Afghanen erkundigt hatte. Zuvor haben die seit Ende 2001 in Afghanistan aktiven deutschen Soldaten der internationalen Isaf-Truppe dem Verteidigungsministerium zufolge 33 Personen "in Gewahrsam genommen". Doch was mit ihnen geschah, ob sie an afghanische Sicherheitskräfte übergeben oder freigelassen wurden oder fliehen konnten - darüber liegen zu Guttenberg zufolge "keine belastbaren Informationen vor". Beck, der menschenrechtspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, nennt dies einen "Skandal" und hakt jetzt mit einer parlamentarischen Anfrage nach. "Es ist unvorstellbar, dass die Bundesregierung keine Informationen über Menschen hat, die von den eigenen Truppen festgehalten wurden", sagte er der taz. Die Isaf-Truppen sind nicht nur für Afghanen in ihrem Gewahrsam verantwortlich, sondern auch rechtlich und moralisch mitverantwortlich, wenn von ihnen an afghanische Kräfte übergebene Gefangene gefoltert, misshandelt oder gar getötet werden. Erst recht, wenn dies vorher nicht ausgeschlossen werden konnte und dagegen nichts unternommen wurde. Laut Tom Koenigs, grüner Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses im Bundestag und 2006 und 2007 Leiter der UN-Mission in Afghanistan, ist Folter in afghanischen Gefängnissen an der Tagesordnung. Weil von der Isaf-Truppe übergebene Gefangene immer wieder gefoltert wurden, gab es in einigen Truppenstellerländern innenpolitische Kontroversen. In Kanada lösten die Versäumnisse der eigenen Truppen sogar eine Regierungskrise aus. Manche Regierungen versuchten vergeblich, sich von Kabul entsprechende Garantien geben zu lassen. Auch in Afghanistan ist Folter und Misshandlung illegal, nicht jedoch die Todesstrafe. Das Bemühen der Bundesregierung, die Anwendung der Todesstrafe bei von deutschen Isaf-Truppen gefangenen Personen auszuschließen, lehnte die Regierung in Kabul mit Verweis auf die afghanische Verfassung ab. Dies teilte die Bundesregierung im März dem grünen Abgeordneten Omid Nouripour auf eine parlamentarische Anfrage mit. Das Verteidigungsministerium erteilte am 26. April 2007 den "Befehl zur Behandlung von Personen, die bei Auslandseinsätzen von deutschen Soldatinnen und Soldaten in Gewahrsam genommen werden", wie zu Guttenberg schreibt. Der Befehl mache die Dokumentation bei Gefangennahmen oder Übergaben zur Pflicht und versetzt deutsche Stellen in die Lage, sich nach dem Verbleib der Gefangenen zu erkundigen. Doch merkwürdigerweise haben dem Minister zufolge deutsche Soldaten genau seitdem überhaupt keine Gefangenen mehr gemacht. "Der Verdacht liegt nahe, dass die Ingewahrsamnahmen der deutschen Isaf-Truppen einer menschenrechtlichen und grundrechtlichen Prüfung nicht standgehalten hätten", meint Beck. "Warum sonst hätten deutsche Truppen damit schlagartig aufhören sollen, nachdem ein neuer Befehl zur Dokumentation herausgegeben worden war?" Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte das Ausbleiben von Gefangennahmen durch deutsche Soldaten der taz mit Hinweis auf die gemeinsamen Einsätze deutscher und afghanischer Soldaten: "Wir agieren ja nie allein. Es sind die afghanischen Kräfte, die dafür zuständig sind." In der Antwort der Regierung auf Nouripours Anfrage heißt es dazu: "Da Isaf auf dem Boden eines souveränen Staates handelt, dessen Sicherheitsbehörden von ihr mandatsgemäß nur unterstützt werden, obliegen Festnahmen zum Zwecke der Strafverfolgung den afghanischen Stellen." Doch warum dies dann nicht bereits vor dem 27. April 2007 galt, vermochte der Ministeriumssprecher vorerst nicht zu sagen. Beck: "Ist das eine neue Form der Arbeitsteilung? Und ist es uns dann gleichgültig, was mit diesen Menschen geschieht, solange wir nicht selbst die Menschenrechte verletzen?" Bis zum April 2007 haben deutsche Soldaten in Afghanistan 33 Personen "in Gewahrsam genommen"
Im Februar wurden die Kosten des Afghanistan-Mandats erneut um 270 Millionen Euro aufgestockt. Die offiziellen Militärausgaben im laufenden Jahr werden mit knapp einer Milliarde Euro veranschlagt, dem Doppelten von 2009. Dennoch spielt die Kostenfrage in der Afghanistan-Debatte eine untergeordnete Rolle. Zu Unrecht, wie die Forscher des Berliner Wirtschaftsforschungsinstituts DIW meinen. Einer neuen Studie des DIW zufolge betragen die wahren Kosten des Krieges allein in diesem Jahr etwa zwei Milliarden Euro. Jedes weitere Jahr, so schreiben die Autoren, koste "zusätzliche 2,5 bis 3 Milliarden Euro". Nur 39 Prozent der staatlichen Ausgaben würden offiziell ausgewiesen. Dies sei "eine provisorische Schätzung". Auch sei der potenzielle Nutzen des Einsatzes nicht gegengerechnet worden, schreiben sie in der Studie, die zuerst dem Manager Magazin vorlag. Ein wichtiger Grund, warum das DIW auf so viel höhere Kosten kommt als das Verteidigungsministerium, ist der unterschiedliche Umgang mit der Besoldung. Das Ministerium veranschlagt nur die Kosten für den Auslandszuschlag, der 110 Euro pro Kopf und Tag beträgt. Das Argument: Ihren Grundsold bekämen die Soldaten ja hier wie dort. Die DIW-Forscher finden das "jedoch nicht realistisch" und berechnen den gesamten Sold. Sie unterstellen indirekt, dass ohne den Afghanistankrieg die Truppe insgesamt kleiner wäre. Die Ausrüstung veranschlagen die Forscher dagegen nicht, da Tornados, Panzer und so weiter wohl "auch ohne den Konflikt gekauft worden wären". Sie rechnen aber mit einer Wertminderung von 150 Millionen Euro für 2010. Die medizinischen Kosten spielen etwa in der US-Kriegsdebatte eine enorme Rolle, beim DIW angesichts relativ geringer deutscher Fallzahlen dagegen nicht - noch jedenfalls. Das DIW geht von 4,2 Prozent seelisch oder körperlich erkrankten Soldaten aus, von denen etwa jeder achte behindert bleibt. Ein Menschenleben - also etwa die Produktivitätseinbußen durch einen Verletzungs- oder Todesfall - hat beim DIW einen Wert von 2,05 Millionen Euro. Im "realistisch" genannten Szenario, wonach der Abzug bis 2016 stattfindet, veranschlagt das DIW die Gesamtkosten des Krieges mit etwa 24 Milliarden Euro. UWI
Die Geheimniskrämerei in der Arzneimittelforschung hat in den vergangenen Jahrzehnten wahrscheinlich Zehntausende Menschen das Leben gekostet. Das geht aus einer vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) veröffentlichten Untersuchung hervor. Für die in der Fachzeitschrift Trialveröffentlichte Studie trugen IQWiG-Forscher über 60 Fälle zusammen, die zeigen, wie die Ausbreitung von Wissen in der Medizin behindert wurde. "Die Sammlung liest sich wie ein Skizzenbuch zu einer Krimiserie", beschreiben die Wissenschaftler ihre Ergebnisse. Vor allem das Verschweigen negativer Untersuchungsergebnisse bei neuen Medikamenten ist der Studie zufolge weit verbreitet. So zeige eine Analyse von 90 in den USA zugelassenen Medikamenten, dass diese in insgesamt 900 Studien erprobt worden seien. Doch auch fünf Jahre nach der Zulassung seien 60 Prozent dieser Studien noch nicht veröffentlicht worden. Bei zahlreichen Arzneimittelstudien konnte zudem gezeigt werden, dass nur ein Teil der Ergebnisse veröffentlicht wird. Sogar vor einer Veränderung der Studienergebnisse schreckten die Pharmaforscher nicht zurück. "Dadurch werden Studienergebnisse oft positiver dargestellt, als sie eigentlich sind", sagte Beate Wieseler vom IQWiG. Leidtragende dieser Manipulationen sind der Studie zufolge häufig die Patienten. Dies gelte besonders, wenn Misserfolgsmeldungen unveröffentlicht blieben, betonten die Forscher. Denn: "Das hat zur Folge, dass Ärzte und Patienten Therapien einsetzen, die in Wahrheit nutzlos oder sogar schädlich sind", berichtete Wieseler. So gingen Forscher davon aus, dass in den 1980er-Jahren verschriebene Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen Zehntausende Menschen das Leben gekostet hätten, weil frühe Hinweise auf die Nebenwirkungen nicht veröffentlicht worden seien. Dabei hat die Geheimniskrämerei Tradition. Nachdem die Brüder Chamberlen Anfang des 17. Jahrhunderts die Geburtszange erfanden, wurde sie über drei Generationen von ihnen und ihren Nachkommen eingesetzt, aber vor anderen Geburtshelfern geheim gehalten. Niemand wisse, wie viele Mütter und Kinder in dieser Zeit gestorben seien, weil das Instrument anderen Geburtshelfern nicht zur Verfügung gestanden habe. APN, WLF
Einem Team um Genforscher Craig Venter ist es erstmals gelungen, ein Bakterium mit künstlichem Erbgut zu schaffen. Laut Venter ist damit eine große Hürde auf dem Weg zur Entwicklung maßgeschneiderter Bakterien überwunden: Die Winzlinge sollen künftig Kraftstoffe herstellen oder Schadstoffe beseitigen ... meinen die mit schadstoffen die menschheit? US-Genetiker um Craig Venter haben ein Bakterium mit künstlichem Erbgut geschaffen. Sie bauten die Gene eines Bakteriums mit Hilfe einzelner Erbgutstückchen nach und setzten dieses Kunstgenom dann in eine andere Bakterienart ein. Folge: Die so vom künstlichen Erbgut gekaperte Zelle produzierte nur noch Stoffe, die auf diesem gespeichert waren. Das Original-Erbgut der Zelle wurde herausgekickt. Die Forscher schufen damit eine Zelle, die von einem fremden Genom kontrolliert wird. Sie sprechen von einer „synthetischen Zelle“, obwohl sie nur das Erbgut künstlich geschaffen haben. Dies werde ein sehr schlagkräftiges Werkzeug, beim Versuch die Biologie dazu zu bringen, „das zu tun, was wir wollen“, sagte Venter. „Wir haben eine große Spanne von Anwendungen im Kopf.“ Das Team vom Craig Venter Institute in Rockville berichtet im Fachjournal „Science“ von der Herstellung dieser Zellen. Die Versuche sind den Forschern zufolge ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Entwicklung von Bakterien, die Biokraftstoffe herstellen oder das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aufnehmen könnten. Auch bei der Produktion von Impfstoffen könnten die künstlich geschaffenen Bakterien eines Tages helfen, schreiben Venter und Kollegen. Dem Team ist es damit jedoch noch nicht gelungen, ein komplett neues Lebewesen zu schaffen. Denn es benötigte zumindest das Original-Erbgut eines Bakteriums und die Hülle eines zweiten Bakteriums für seine Versuche. Zunächst bauten die Wissenschaftler das Erbgut von Mycoplasma mycoides (M. mycoides) in mehreren Etappen nach. Bislang war es maschinell nur möglich, relativ kurze Erbgut-Moleküle aneinanderzureihen. Daher setzten die Forscher kurze Stücke in Hefezellen ein, deren Enzyme die Stücke aneinanderreihten. Die größeren DNA-Moleküle wurden dann im Reagenzglas in die Darmbakterien Escherichia coli und zurück in Hefe verpflanzt. So entstanden wiederum größere Teilstücke. Diese Prozedur wurde den Angaben zufolge mehrfach wiederholt bis das komplette Erbgut von mehr als einer Million Basenpaaren (die Grundbausteine des Genoms) vorlag. Dieses künstliche Erbgut mit dem Namen „M. mycoides JCVIsyn1.0“ wurde dann in die Bakterienart Mycoplasma capricolum eingesetzt. Laut Venter verdrängte es dort das natürliche Erbgut der gekaperten Bakterien und übernahm das Steuern der Zellen. Als Kontrolle, ob wirklich das künstliche Genom und nicht das natürliche vorlag, hatten die Forscher DNA-Sequenzen als „Wasserzeichen“ eingesetzt. In dem künstlichen Erbgut seien schließlich 14 Gene unterbrochen oder verschwunden. Dennoch sahen die synthetischen Zellen aus wie M. mycoides und hätten auch nur die Eiweiße dieser Bakterienart produziert, berichtet das Team um Venter und Daniel Gibson. Darüber hinaus konnten sich die Kunst-Zellen selbstständig vermehren. Genetiker vom Craig Venter Institute hatten bereits zuvor aus chemisch hergestellten Erbgut-Bausteinen das Genom des Bakteriums Mycoplasma genitalium nachgebaut. Später fanden Wissenschaftler um Venter einen Weg, das natürliche Erbgut der Bakterien M. mycoides in die Zellen von M. capricolum einzuschleusen und dort das Ruder übernehmen zu lassen. Nun kombinierte das Team um Venter und Daniel Gibson beide Verfahren. „Das ist ein wichtiger Schritt, glauben wir, sowohl wissenschaftlich als auch philosophisch“, sagte Venter. „Es hat sicherlich meine Sicht über die Definition des Lebens geändert und darüber, wie Leben funktioniert.“ ... und wie man es zerstören kann!
US-Geologen haben neue Indizien für das rasche Abschmelzen des Grönland-Eises entdeckt: Ihren Messungen zufolge steigt die feste Landmasse der größten Insel der Erde um einige Zentimeter pro Jahr. Ursache sind die schmelzenden Inlandsgletscher, die dadurch immer weniger schwer auf der Gesteinshülle der Erde lasten. Noch ist der Eispanzer Grönlands in manchen Regionen bis zu zwei Kilometer dick. Sein Gewicht ist so gewaltig, dass die Gesteinshülle der Erde hinabgedrückt wird. Je mehr aber das Abschmelzen der mächtigen Inlandsgletscher voranschreitet, desto deutlicher wird die Landmasse der größten Insel der Erde angehoben. Geophysiker an der University of Miami haben nun herausgefunden, dass sich die Landmasse Grönlands viel schneller anhebt als bislang angenommen. Derzeit steigt Grönland um fast 2,5 Zentimeter pro Jahr. Wenn das Abschmelzen der Gletscher allerdings kontinuierlich voranschreitet, könnten es im Jahr 2025 sogar rund fünf Zentimeter jährlich sein, berichtet der Geophysiker und Studienautor Tim Dixon von der Rosenstiel School of Marine and Atmospheric Science (RSMAS) im Fachmagazin Nature Geoscience. "Es ist seit einigen Jahren bekannt, dass die Klimaerwärmung für das Abschmelzen des Eisschildes in Grönland verantwortlich ist", sagt Dixon. "Was jedoch neu ist und was und Sorge bereitet, ist die Tatsache, dass das Eis so schnell verschwindet und wir dem Land quasi dabei zusehen können, wie es sich hebt", so der Forscher. "Was noch mehr überrascht, ist dass sich der Anstieg der Landmasse beschleunigt. Das wiederum deute daraufhin, dass sich auch die Gletscherschmelze beschleunigt." "Ähnliche Phänomene haben wir auf Inseln vor Island und in Spitzbergen beobachten können. Auch diese Inseln sind alle von Gletschern bedeckt", erklärt Studien-Koautor Shimon Wdowinski. "Während der Eiszeit und in Zeiten der Akkumulierung der Eismassen, drückt die gewaltige Last des Eises die Landmassen nach unten. Lässt der Druck dann nach, hebt sich das Land." "Unsere Studie bestätigt auch eine Reihe anderer Erwärmungs-Indikatoren und zeigt damit die Signifikanz der Eisschmelze sowie den Anstieg des Meerespiegels", erklärt der Forscher weiter. Mithilfe von der GPS-Technik haben die Wissenschaftler seit 1995 Daten an der Küste Grönlands gesammelt und wichtige Erkenntnisse gewonnen. Das Abschmelzen des grönländischen Eisschildes werde definitiv zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen, ergänzt Studien-Koautor Yan Jiang. Grönland könnte, wenn es zu einer Beschleunigung der Schmelze kommt, könnte dies bald der größte Verursacher des Meeresspiegelanstiegs werden.
Gibt es eigentlich ein Gesetz, das besagt, dass Städte hässlich und unwohnlich sein müssen? Wer hat nicht schon einmal vor einem Neubau gestanden und sich gefragt, ob das nun tatsächlich der inspirierendste Entwurf war, den die 200 kreativsten Architekten der Stadt zu Stande gebracht haben. Und ob man bei der Konzeption eigentlich überhaupt in Betracht gezogen hat, dass hier nicht nur Gegenstände gelagert werden sollen, sondern dass hier eines Tages tatsächlich empfindsame lebendige Wesen wohnen werden. In Portland hat eine Gruppe von Aktivisten nun die Nase voll: Die Stadt ist als Lebensraum nicht zu gebrauchen, sie ist in ihrer Funktion als Ort des gemeinsamen Lebens regelrecht kaputt. Deshalb haben sie die Organisation City Repair ins Leben gerufen und reparieren seither ihre Stadt - Nachbarschaft für Nachbarschaft. Die dümmstmögliche LösungWenn Mark Lakeman von City Repair über moderne Städte spricht, kann er seine Fassungslosigkeit kaum verbergen: "Unsere Städte und Plätze sind überhaupt nicht mehr unsere. Wir gestalten sie nicht nach unseren Bedürfnissen. Unsere Leben sind in Zonen eingeteilt, als ob wir eine Ressource wären, die verwaltet werden muss. Dort werden wir untergebracht, und da arbeiten wir dann um diese Unterkunft zu bezahlen, in der wir uns eigentlich kaum aufhalten. Ein bisschen Mischnutzung hier. Monokultur -Nutzung da. Ein Parkhaus. Vielleicht ein Fluss. Und ein Park. Es verbindet sich nicht, es ist nichts Ganzes." Das war nicht immer so. Für lange Zeit in der menschlichen Geschichte war das Dorf der Ort des Lebens, des Arbeitens und der Begegnung zugleich. Mit dem Anwachsen der Siedlungen kam vor allem eines: die Isolation. Auf dem Weg vom Dorf zur Stadt ist das Wesentliche ganz offensichtlich verloren gegangen. Die menschlichen Bedürfnisse scheinen sich nunmehr der Stadt unterordnen zu müssen. Nur: Für wen ist die Stadt dann? Ist sie nicht ein Ort, den wir Menschen ganz explizit für uns selbst geschaffen haben? Wenn nicht für uns, für wen ist die Stadt dann? Und welchen Zweck erfüllt sie noch? Tatsächlich verblüffende Fragen, denen auch Mark Lakeman noch immer verständnislos gegenübersteht: "Es ist die dümmstmögliche Lösung und das manifestiert sich in einem Holocaust unserer Kreativität und unseres Gefühls, lebendig zu sein. Es ist unvorstellbar, wie ineffizient das ist und wie schmerzhaft." Das ist ein öffentlicher Platz, niemand darf ihn Nutzen!Das erste Projekt, das sich City Repair vornahm, war eine Kreuzung - nicht unbedingt der naheliegendste Ansatzpunkt. Aber einen symbolischeren Ort des Treffens gibt es kaum und Lakeman konnte auf seinen Reisen feststellen, dass Kreuzungen in anderen, dörflichen Kulturen ganz explizit Orte des Treffens waren. Orte, an denen sich die Wege eben kreuzten und zur Begegnung einluden. Gerade amerikanische Städte mit ihrem Reißbrett-Aufbau, bieten allerdings überhaupt keinen Platz, an dem man verweilen könnte. "In Amerika ist unser Archetyp die Hauptstraße, die kein Zentrum hat. Sie ist nur ein Strom. Sie ist ein Bewegungs-Korridor. Man versucht die modernen Menschen zu kontrollieren, sie in Bewegung zu halten und sie sich nicht treffen zu lassen, wie sie es in einem Dorf tun würden." Also wurde die Kreuzung repariert: Erstmal wurde sie farbenfroh angemalt, dann entstanden nacheinander eine Gemeinschafts-Bücherei, ein Kinderspielplatz, ein Begegnungs-Ort und ein kleines Teehaus. Und plötzlich war die Kreuzung ein Ort bunten Lebens. Die Nachbarschaft, die sich bisher kaum kannte, hatte auf einmal ein gemeinschaftliches Projekt und ist seither in ständigem Dialog über den weiteren Ausbau. Die erste Reaktion auf das Projekt von Seiten der Stadt war bezeichnend: Geht nicht, verboten. "Das ist ein öffentlicher Bereich, niemand darf ihn nutzen", wurde City Repair in unbeabsichtigter Komik mitgeteilt. Gründlicher kann man öffentliche Orte wohl kaum missverstehen. Dann aber sah die Stadt, was geschah - und inzwischen hat City Repair in Portland 300 Projekte realisiert und erhält rege Unterstützung durch die Bürgermeisterin. Überall entstehen kleine Gemeinschafts-Oasen, die Idee greift langsam um sich. Immer mehr Nachbarschaften bitten City Repair um vermittelnde Hilfe und es wird mittlerweile konstant an mehreren Dutzend Projekten gleichzeitig gearbeitet. Depave - Weg mit dem AsphaltEin neues Unterprojekt von City Repair ist Depave.org - wie der Name schon sagt, wird hier Betonflächen und Asphaltstreifen zu Leibe gerückt, um der atmenden Erde darunter wieder zu Sonnenbad und Regenschauer zu verhelfen. 2008 wurde das erste Projekt gestartet: Hunderte Freiwillige rissen einen alten Parkplatz auf und verwandelten ihn in einen gemeinschaftlichen Gemüsegarten und Treffpunkt. In fast jeder Stadt gibt es verwaiste Beton- oder Asphaltflächen, die auf diese Weise umgewidmet werden könnten - allein in Portland konnten bereits etliche Flächen "depaved" werden. Absurde PrioritätenMark Lakeman ist sich bewusst, dass es sich bei solchen Projekten um kleine Schritte handelt - andererseits könnten diese aber schon bald ums sich greifen. Und City Repair ist ja auch nicht das einzige Projekt dieser Art, wie der Trend zu Gemeinschaftsgärten und Phänomene wie Guerilla Gardening zeigen. Immer mehr Menschen fühlen: Natur, Kreativität, Schönheit und Leben müssen Einzug in unsere Städte erhalten. Die dadurch wiedergewonnene Lebensqualität ist Teil der Lösung unserer Zivilisationskrankheit - und sollte deshalb zu unseren Prioritäten gehören. "Es hat sich schon immer so absurd angefühlt in der Zeitung zu lesen 'Hier ist was falsch und hier ist was falsch und hier ist was falsch' und zu wissen, dass wir alle uns hilflos fühlen überhaupt irgendwas zu unternehmen, weil wir ja wieder zur Arbeit müssen. Das ist die Arbeit! Jedes Viertel in Amerika ist von dieser Absurdität gekennzeichnet. Da werden Kinder zu Opfern, da ist häusliche Gewalt. Aber am Anfang des nächsten Tages ziehen wir uns alle an und gehen zu einer Arbeit, die wir weder respektieren noch genießen. Und am Ende dieses Tages sind wir keines dieser schreienden Probleme in unserer Gemeinschaft angegangen. Das Schöne, was jetzt passiert, ist, dass Dutzende und Dutzende Leute sagen 'Ja, ich habe meine Kraft' und dann diesen physischen Ausdruck davon erschaffen, wie diese aussieht."
Der Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz ist für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Die Spekulation ließe sich mit dieser Steuer eindämmen, sagt er. Herr Stiglitz, seit Zusammenbruch der Lehman-Bank 2008 reden die großen Wirtschaftsnationen der G-20-Gruppe über die bessere Regulierung von Banken, Investoren und Rating-Agenturen. Hat sich in der Praxis bereits genug verändert – zum Beispiel bei der Beaufsichtigung der Agenturen? Joseph Stiglitz: Nein, viel zu wenig ist bislang umgesetzt worden. Die EU will die Agenturen zwar verpflichten, sich staatlich registrieren zu lassen. Aber was soll das? Die Anschrift von Standard & Poors und Moodys kennen wir alle. Das wahre Problem sind die mangelhaften Geschäftsmodelle der Rating-Agenturen. Weil deren Bewertungen von Immobilienhypotheken und Kreditversicherungen miserabel waren, tragen die Agenturen eine große Verantwortung für die Finanzkrise. Und auch die Schuldenkrise Griechenlands haben sie massiv verschärft, indem sie die Bewertung von Staatsanleihen zum falschen Zeitpunkt auf nicht nachvollziehbare Weise herabgesetzt haben. Einer Gruppe von Leuten, die ihre Inkompetenz so klar unter Beweis stellt, dürfen die Regierungen nicht die Macht überlassen. Es ist frappierend, welche einflussreiche Stellung die Rating-Agenturen nach wie vor einnehmen. Wir brauchen eine strikte Aufsicht, die einfache Registrierung reicht keinesfalls aus. Die G 20 diskutiert über die Einführung einer neuen Steuer auf Finanztransaktionen. Die USA und Großbritannien sind skeptisch, Frankreich und Deutschland aufgeschlossener. Ließe sich die Spekulation mit dieser Steuer eindämmen? Auf jeden Fall. Diese Steuer könnte in zweierlei Hinsicht gut sein. Erstens würde sie dazu beitragen, den aufgeblähten Finanzsektor vor allem in den USA zu verschlanken. Indem die Steuer die Gewinne von Finanztransaktionen teilweise auffrisst, verringert sie die Summe der Geschäfte und damit auch deren Gefahren. Dies entspricht einem Basisprinzip jeglicher Besteuerung: Schlechte Dinge, die nicht funktionieren, sollten die Regierungen unterbinden. Der US-amerikanische Finanzmarkt hat die ganze Welt mit seinen vergifteten Hypotheken verschmutzt, und nun ist es Zeit, die Verschmutzung und ihre Verursacher zu besteuern. Die Bundesregierung hat sich bislang vornehmlich für eine Bankenabgabe stark gemacht – eine Art Versicherung für die nächste Krise. Wie sinnvoll ist dieser Weg? Beide Ansätze schließen sich nicht aus. Auch die Bankenabgabe unterstütze ich sehr. Es kommt darauf an, den Finanzmarkt zu verkleinern, indem man ihm Geld entzieht. Auf welche Art man das tut, spielt letztlich keine Rolle. Unser Problem sind die großen Banken. Die stellen eine Bedrohung für Wirtschaft und Gesellschaft dar. Wenn man nun eine Steuer erhebt, um risikoreiches Verhalten einzudämmen, dann kann man damit einerseits schlechtes Benehmen regulieren und gleichzeitig ein finanzielles Notpolster schaffen. Warum dauert es so lange, die bessere Regulierung der Märkte durchzusetzen? Die großen Banken stellen sich quer. Denn mit der Deregulierung der 1990er-Jahre haben sie viel Geld verdient. Und auch weiterhin hoffen sie auf massive Gewinne - ohne Regulierung. Ich hoffe aber, dass die Wut der Menschen auf der ganzen Welt so groß ist, dass sich bald etwas Grundlegendes ändert. Griechenland stand in den vergangenen Wochen kurz vor dem Staatsbankrott. Auch andere Länder wie Spanien haben Probleme. Unternimmt Europa genug, um die Schuldenkrise zu bewältigen? Europa hat gerade auf sehr tapfere Weise begonnen, das Problem der horrenden Staatsverschuldung anzugehen. Einige europäische Regierungschefs haben inzwischen verstanden, dass die Eurozone wirtschaftsschwachen Ländern wie Griechenland koordiniert helfen muss. Sonst stünden nicht nur manche Staaten, sondern auch das europäische Bankensystem am Abgrund. Viele der europäischen Finanzinstitute besitzen ja große Mengen Anleihen der verschuldeten Länder. Und bereits ein geringer Wertverlust dieser Anlagen könnte die Eigenkapitalbasis der Banken gefährlich verringern. Die Rettung Griechenlands und Spaniens mit dem europäischen 750-Milliarden -Euro-Paket war deshalb eine logische Konsequenz, um die Institute vor dem Zusammenbruch zu schützen. Muss Europa zu einer gemeinsamen Wirtschafts- und Finanzpolitik finden, um die nächste derartige Krise zu verhindern? Es ist dringend notwendig, das Eurosystem zu modifizieren. Dazu benötigen die Europäer ein besseres System der finanzpolitischen Koordination. Als sich die Europäische Union etablierte, wurden zwar Solidaritätsfonds für neue Mitglieder eingerichtet, aber keinerlei Hilfsmechanismen für Länder, die in einer finanziellen Notlage stecken. Außerdem sollten die reichen europäischen Länder so klug sein, den Griechen keine zu rigide Sparpolitik aufzuzwingen. Denn die könnte zu einer weiteren Schwächung der europäischen Wirtschaft führen, die wiederum die Staatsschulden vergrößert.
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